Gebraten statt gepellt: Mein Kartoffelsalat

Man glaubt es kaum, aber heute war draußen mal kein richtiges Shiet-Wetter. Hieß also, ich werde Licht für’s Shooten haben. Also Loch in den Bauch gefreut und geschaut was von der Weihnachtsfeierei so übrig geblieben ist. Zum Glück haben wir den Lieferservice für uns entdeckt. Also kam REWE am Dienstag vor Weihnachten um 7:30 Uhr bei uns vorbei. Schrecklich…denn der Lieferzeitraum war von 7:30-13:30h. Und so optimistisch wie ich bin, sagte ich: Ach, da die aus Altona kommen wird’s wohl eher später-Ja, genau!! Pustekuchen, schön um 7:30 vom netten REWE-Mann ausm Bett geklingelt worden, völlig unvorbereitet ohne Trinkgeld und nur einem geöffneten Auge nahmen wir unseren riesen Einkauf entgegen. Und wie immer alles top! Nein, ich will hier keine Werbung machen, aber muss wirklich sagen, dass es eine super Alternative ist, sich frische, tolle Produkte nach Hause liefern zu lassen. Das einzig doofe, sind die Plastiktüten (ca. die hälfte sind Papiertüten und der Rest Plastik). Daran sollte Rewe wohl noch arbeiten.

Also, dank der Lieferung war noch einiges Brauchbares vorhanden. Sodass ich Lust auf Kartoffelsalat bekam. Kartoffeln haben immer was uriges und schmecken einfach zu fast allem. Und sie schmecken fast allen! Doch muss es immer der in Mayonnaise ertrinkende Pellkartoffelsalat sein, mit Wurst, sauren Gurken etc.??               Nööö!! Ich hatte Bock auf Feta und krosse Kartoffeln.

IMG_1896

Jetzt die Frage, wie style ich es. Ich hatte Bock auf was natürlich anmutendes, sodass ich mich für das Holz vonner Baustelle (pssscht…) entschied. Tolles verwittertes, stabiles, schweres Holz. Ein Traum diese Maserung (sagt man das so?). Die kleine Schüssel hat meine Mum mir geschenkt, sie ist ihr runtergefallen und dann wollte sie sie wegschmeißen- oh nein, bloß nicht! Schon hatte ich sie mir unter den Nagel gerissen. Ihr müsst nämlich wissen, dass ich dauerhaft auf der akribischen Suche nach „Schrott“ bin. Für mich wertvollstes altes Geschirr, Holz, alte Metallplatten oder sonstiges. Aber was erzähl ich, das sind wohl alle Food-Foto-Begeisterten. Neue Tischdecken, glatt polierte Tische wirken einfach nicht…

IMG_1990

Sollte man diesen Salat in einem kurzen Satz beschreiben, dann: Feuriger, süß-saurer Typ trifft feine Zwiebelnote und cremiger Umgebung.

Was ihr für Zwei braucht:

Ca. 400 g Kartoffeln

Salz, Pfeffer

7 EL Olivenöl

2 Knoblauchzehen

1 Lauchzwiebel

1/2 rote Zwiebel

Chiliflocken

2 TL Sesam

2 TL gemischte Körner

2 EL Rotweinessig

1 EL Zuckerrübensirup + 1 EL Honig

Zitronenabrieb und -saft

100 g Feta 

IMG_1966

Do it:

Kartoffeln schälen und in ca. 2 cm kleine Würfel schneiden. In Salzwasser ca. 10 Min. kochen. Knoblauch, Zwiebeln fein würfeln und Zitrone abreiben. Saft auspressen. Kartoffeln abgießen und abtropfen lassen. In einer Pfanne mit ca. 4 EL Öl auf mittlerer bis hoher Stufe ca. 8 Min. goldbraun braten. Nach der Hälfte der Zeit Zwiebeln, Knoblauch zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Chili würzen.

Sesam und Körner fettfrei in einer Pfanne anbraten, bis sie anfangen zu duften. Honig und Sirup zugeben. Mit ca.
3 EL Zitronensaft und Essig ablöschen. Kurz aufkochen und vom Herd ziehen. Mit Salz, Pfeffer würzen und evtl mit etwas Zucker abschmecken. Kartoffeln mit Dressing vorsichtig mischen, Feta zerbröseln und darüberstreuen.

Toll schmeckt der Salat auch, wenn ihr etwas Rucola unterhebt und mit etwas süßem Senf verfeinern. Yammi!!!

IMG_1943

Wer es ein bisschen abwechslungsreich will, macht den Salat einfach mit einer Mischung aus Süß- und normalen Kartoffeln.

Und nu Reingehaun`!

Werbeanzeigen

Ein bisschen Kalle zur Weihnachtszeit…

Moin,

morgen ist’s soweit und wir alle verfallen dem (Fr)esswahn. Fett Ente, Gans, Kartoffeln, Knödel, Rotkohl und dicker dicker Nachtisch. Klar, wer kann da schon widerstehen, aber ich muss sagen, auch wenn’s was für sich hat danach mit Fressnarkose auf dem Sofa zuliegen und gefühlt um 8 Uhr einzuschlafen, ist man doch oft 2 Tage danach noch fertig. Da habe ich mir geschworen, für die Tage zumindest vorzusorgen und einen Extra-Vorrat an Salatvariationen ranzuschaffen. Also mal ein paar meiner Bücher durchgeblättert und los ging’s. Der Jamie hat’s drauf, sodass ich mich für einen Salat aus seinem 15 Minuten Kochbuch entschied. Leicht abgewandelt natürlich.

IMG_1820

Den Salat nenne ich Kalle, denn gestern kam mir eine Erinnerung an einen ehemaligen (vielleicht auch immer noch) Kumpel, der den coolen Namen Kalle trägt. Kalles sind eigentlich immer coole, lässige Typen und kurzzeitig kam mit der Gedanke mein erstes Kind, was natürlich ein Junge, der surfen liebt, wird Kalle zu nennen. Passt perfekt zu einem im VW Bulli rumhängenden Typen, der den Mädels reihenweise den Kopf verdreht, aber im Herzen ein GUTER ist.

IMG_1795

Da diese Vorstellung in nächster Zeit nicht in die Tat umgesetzt wird und ich momentan meinen Blog wohl als mein „Baby“ bezeichnen kann, kann ich doch wohl auch meinem Essen Namen geben, oder? Ich finde die Formulierungen: Bulgur an Brokkoli, verfeinert mit Zitrone und Minze mit einem Hauch… blaaaa! einfach anstrengend und außerdem, wenn man nicht erkennt was drin ist, ist doch eh irgendwas falsch gelaufen. (Obwohl man hier den Bulgur wirklich schlecht erkennt, seh‘ ich ein).

IMG_1846

Kalle für 2 Personen:

1/2 Brokkoli

1 Bund Radieschen

2 Lauchzwiebeln

2 Stiele grob gehackte Minze

1 Hähnchenbrustfilet (ca. 200 g)

150 g Bulgur

Salz, Pfeffer

Olivenöl

2 EL roter Balsmaicoessig

1 Zitrone

Rohrzucker

Joghurt

Harissa (Würzpaste) oder Paprikapulver

Zubereitung:

Brokkoli in Röschen teilen, in Salzwasser ca. 3-4 Min. kochen (zugedeckt). 2 Pfannen mit Öl startklar (starke Hitze) machen. Hähnchen auf ein Backpapier legen, zuklappen und mit einem Nudelholz oder Topf/Pfanne flach klopfen (ca. 1,5 cm). Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver würzen und im heißen Öl ca. 3 Minuten pro Seite goldbraun braten. Inzwischen Brokkoli mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen und kurz abtropfen lassen, in der anderen Pfanne ca. 3-4 Min. braten. 1/2 Zitrone schälen und grob zerteilen. Bulgur mit Zitronenstücken im Brokkoliwasser ca. 7 Min. mit Deckel garen. Lauchzwiebeln und Radieschen in Scheiben schneiden. Hähnchen grob zerrupfen (am besten noch warm, dann lässt es sich besser zerteilen). Bulgur, Radieschen, Lauchzwiebeln, Minze  in einer Schüssel mischen. Mit Essig, Öl, Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer anmachen. Hähnchen und Brokkoli zugeben. Joghurt mit etwas Harissa mischen und Salat damit anrichten. Und reinhaun‘ !!!!

IMG_1868

Die Milch macht’s

Kindheitserinnerung gefällig – natürlich ein wenig aufgepimpt 😉

Milchreis ist nicht nur was für Kinder, nein, auch für uns „sogutwie“ Erwachsene ist es immer wieder eine Freude und ein Schmaus diesen körnigen Reis, schön schlotzig mit irgendeinem Topping zu sich zuführen. Alles ist möglich: der Klassiker, für mich kaum zu schlagen, Zimt und Zucker! Obst aller Art, eingekocht oder frisch aufgeschnitten! Milchreis aus dem Ofen mit Baiser gratiniert… und und und!

Ich muss sagen, ich hatte immer Probleme ihn nicht anbrennen zulassen. Ständig Rühren, Hitze reduzieren, wieder erhöhen, ohne Deckel, mit Deckel…. Wahhhhh! Aber nach jahrelanger Übung (vielleicht ist auch endlich ein vernünftiger Herd am Start) klappt es jetzt einwandfrei und das nur mit minimalem Aufwand.

IMG_1754

Perfekter Milchreis in 30 Minuten geht so:

125 g Milchreis
500 ml Milch
1 TL Zucker
TK-Beerenmischung nach Belieben
eine Handvoll Cornflakes
3 EL Zucker
1 EL Mandeln
1 EL Haselnüsse
1 TL Kakao
Zimt und Zucker nach Belieben
Zubereitung: 
Milch und Zucker aufkochen (nicht bis über den Rand, sondern nur so, dass sich die Milch schon leicht abhebt), Milchreis zugeben und 20 Minuten bei niedriger Hitze (max. Stufe 1 bei 3 Stufen) mit Deckel köcheln. Zwischendurch 1-2 mal umrühren. Anschließend vom Herd ziehen und 10 Minuten ohne Hitze quellen lassen. Beeren erwärmen und mit etwas Stärke (oder Vanillepuddingpulver) binden. Zucker in einer Pfanne karamellisieren. Mandeln und Haselnüsse grob hacken. Mit Cornflakes und Kakaopulver zum Karamell geben. Verrühren und auf ein Backpapier geben. Kurz abkühlen lassen. Alles zusammen anrichten und nach Belieben mit Zucker und Zimt garnieren.
Die Beeren bringen Säure, der Crunch und der Milchreis die Süße. Wer es lieber sehr süß mag, macht in die Beeren auch ein wenig Zucker mit zu. Den Crunch könnt ihr auch toll morgens im Müsli essen oder einfach mit Kuvertüre einkochen und kleine extrafeine Chococrossies machen.
IMG_1764
Und ja, da kommen Kindheitserinnerungen hoch. Und ich glaube ganz fest, dass das bei jedem, der Milchreis isst, so passiert. Oder?
IMG_1725