Die haben’s mir angetan…

Dies Wochenende war wunderbar lang, denn ich hatte den Freitag frei und konnte es Samstagmorgen kaum fassen, dass es erst Samstag war und man das ganze Wochenende noch vor sich hatte. Bombastisch, oder wie jemand anderes sagen würde: GROßartig! Da mein Freund seine Ausbildung bestanden hatte, war dieses Wochenende allerdings nicht von Fotografie, Essen oder Rezepte entwickeln geprägt, sondern wurde einzig und allein für die Dinge, die einen am nächsten morgen ärgern, genutzt. Wir wollen das hier jetzt nicht breittreten, aber trotzdem fühle ich mich heute ein wenig gerädert und frage mich wo der Sonntag hin ist 😛

Um wenigstens eine sinnvolle Tat heute zu tun, dachte ich mir es wäre wieder Zeit für einen dadam…. Blogeintrag!

Ja, ich gebe es zu, ich habe an einem Tag zwei Rezepte mit Kichererbsen-Buletten bzw. Falafel gemacht und zwar letztes Wochenende, weil es schon abzusehen war, das dies Wochenende kaum Zeit dafür bleiben würde. Daher dachte ich mir letztes Wochenende wenn ich schonmal Falafel mache, dann doch gleich ordentlich auskosten. Und da ich gefühlt 20 Stück von den Dingern hatte, war eh klar, dass die 2-3 Tage gegessen werden würden. Aber natürlich in unterschiedlichen Varianten. So kam es, dass ich eine derbe scharfe Tomatensoße ca. 40 Min. einkochen ließ (das ging wunderbar nebenbei) und dazu gab’s Falafel, Rucola, Lauchzwiebeln, Brot und Joghurt. Simpel, aber geil! Um nicht zu sagen asshorny (LG an Heide) = arschgeil!

IMG_2510

Ich gestehe: scharfe Tomatensoße ist definitiv mein Paradestück, denn diese habe ich meiner Meinung nach perfektioniert. Vielleicht nicht für jeden, aber ich liebe sie abgöttisch! Denn sei es zu lecker Brot, Nudeln, Hähnchen oder einfach als Sugo für Bratkartoffeln (so findet man sein MOJO).

IMG_2540

Falafel-Teller mit ganz viel Bähm:

3 Knoblauchzehen

1 rote Zwiebel

Olivenöl

1 EL Tomatenmark

1 Schuss Weißwein (kann auch durch etwas Zitronensaft ersetzt werden)

1 Dose Tomaten

1 getrocknete Chili

Salz, Pfeffer, Zucker

1 EL Balsamicoessig (dunkel)

2 Lauchzwiebeln

2-3 Stiele Petersilie

ca. 6 EL Joghurt

pro Person ca. 4-5 Falafeln (Rezept siehe Ein Sandwich für alle Fälle)

IMG_2524

Zubereitung:

Knoblauch fein hacken oder in feine Scheiben schneiden. Zwiebel fein würfeln. 3 EL Öl in der Pfanne erhitzen und beides darin ca. 1 Minute unter Rühren anschwitzen. Tomatenmark zugeben und mit anrösten (ca. 30 sek.), dann mit Weißwein ablöschen, kurz köcheln lassen und Tomaten zugeben. Chili mit den Fingern oder dem Messer zerkleinern und zugeben. Alles mit Balsamico, Salz, Pfeffer und ca. 1 TL Zucker würzen und ca. 30-40 Min. köcheln lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren und ggf. noch etwas Wasser zugeben (wenn ihr es mit Nudeln esst, dann einfach etwas Nudelwasser zugeben). Das Geheimnis ist definitiv nur das Eingekoche!!! Die beste Tomatensoße braucht nun mal Zeit. Zum Schluss könnt ihr noch etwas Olivenöl rüberträufeln und nochmals abschmecken. Und glaubt mir Tomaten brauchen immer Säure und Süße, daher der Essig/Wein und der Zucker. Mit einer Handvoll gewaschenem Rucola in eine Schüssel geben. Lauchzwiebeln in Ringe schneiden und mit Falafeln dazugeben. Alles nochmal mit Salz, Pfeffer würzen und mit etwas Joghurt (evtl. mit Zitronensaft verfeinert) und gehackter Petersilie anrichten.

Dazu schmeckt Brot, denn das saugt die übrige Soße auf dem Teller fantastisch auf! Ich hatte ein gekauftes mit Zwiebeln.

IMG_2532

Und nu : REINGEHAUN‘ !!!!

Advertisements

Ein Sandwich für alle Fälle!

Es war Freitag und ich überlegte mir, was ich am Wochenende kochen sollte. Klar war, es sollte wieder geshootet werden- und da Sturm und Regen von Petrus geschickt wurden, musste es ein dankbares Essen sein. Dankbar im Sinne, von „alle Zutaten, die übrig bleiben können auch anderweitig verwenden werden“ und „es sieht trotz beschissenem Licht fabulös aus“ 😉 Und Burger, Sandwiches oder übermäßig belegte Brote sind meiner Meinung nach, nach Tomaten das dankbarste „Food“ für Fotos. Also Sonntag eklig früh aufgestanden und Küche ins Chaos versetzt. Ich hatte nur keinen Bock auf Hackfleisch-Buletten, daher habe ich mich für ne vegetarische Variante entschieden. So probierte ich das erste Mal eigene Falafeln bzw. Kichererbsenbuletten herzustellen. Und nach dem ersten völlig daneben gegangen Versuch (viel zu wenig Paniermehl und somit ein Fett-Teig-Gemisch hergestellt, ihhh bah!) klappte es dann echt gut und schmeckte wie vom Dönermann unseres Vertrauens. Abgesehen vom triefenden Fett, denn man kann die Dinger auch in nur 1-2 EL Öl anbraten. Genauso gut und man schmeckt wenigstens noch was von den enthaltenen Zutaten, anstatt nur FETT! Und jaaaa, mir ist bewusst das dieses Sandwich Schrägstrich Burger niemals so in den Mund passt, aber mit den Händen fest zusammen gedrückt und Mund soweit wie nur möglich aufgerissen macht’s möglich! Also probiert’s aus! Und ganz wirklich ehrlich ich versichere euch: Es schmeckt echt genial! Das süße vom Apfel, das knusprige Brot, die geschmorten Zwiebeln und die würzige Falafel machen das Brotding zu einen meiner Favoriten!

IMG_2230

Falafel oder Bulette oder vegetarischer Klops:

Für ca. 8 Stück:

1 Dose Kichererbsen (400 g)

1 Knoblauchzehen

1/2 rote Zwiebel

ca. 50 g Paniermehl (wer möchte kann auch die Hälfte mit geröstetem Sesam ersetzen)

1 Ei

gehackte Petersilie

Salz, Pfeffer, Zucker

und natürlich Zitronen- oder Limettensaft

Zubereitung:

Kichererbsen kurz abspülen und abtropfen lassen. Mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab pürieren (ca. 30 Sek.). Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken. Die Konsistenz sollte so sein, dass beim Formen von Bällchen kaum was an den Händen haftet. Dann je nach Größenbelieben ca. 8-10 Bällchen formen und leicht flachdrücken. Portionsweise in 1-2 EL Öl ausbacken.

IMG_2186

Oben drauf für ca. 8 Sandwiches:

10 ml Ketchup + 6 EL grober Senf + 3 EL Majo = Soße

2 Äpfel (am besten n Rotbackigen)

4 Goudascheiben

2-3 große rote Zwiebeln

Salz, Pfeffer, Zucker

16 Scheiben Baguette-Brot (könnt auch Graubrot, Toast oder sontwas nehmen)

Essig

Zubereitung:

Ketchup, Senf und Majo vermischen. Äpfel in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Scheiben mit etwas Zucker bestreuen und in etwas Öl in der Pfanne braten. Goudascheiben halbieren und auf die frisch gebratenen Falafeln geben. Falls sie schon kalt sind oder ihr die vorbereitet habt, dann einfach nochmal kurz mit Oberhitze und Gouda in den Ofen. Zwiebeln in dünne Ringe schneiden und in 3 EL Öl ca. 1-2 Minuten anschwitzen. Mit ca. 2 EL Zucker bestreuen, mit Essig ablöschen, mit Salz, Pfeffer würzen und ca. 5 Min. köcheln lassen.

Brotscheiben ebenfalls in etwas Butter oder Öl kross braten (ca. 30 sek. pro Seite) oder einfach nur toasten 😉 Eine Scheibe mit der Soße bestreichen, mit Falafel-Gouda, Apfelscheibe, Zwiebelringen und Rucola belegen. Brot als Deckel oben drauf. FERTIG!

grau (1 von 1)-2

Und jetzt reingehaun oder ab in Alufolie und mit zur Arbeit/uni nehmen. Aber Vorsicht: Da fällt schonmal was raus! Aber ist es nicht das beste Essen, wo rumegesaut wird, die Hände abgeleckt werden dürfen und auch wenn das Essen eigentlich schon verputzt ist immer noch kleine Bröckchen aufm Teller liegen – Yammi!

IMG_2221

Ich wünsche euch ne schöne Woche 😉

Du Nudel, du!

Wer kennt das nicht – wenn’s mal schnell gehen muss kommen Nudeln aufn Tisch. Aber mal ehrlich, es gibt definitiv nix geileres als Nudeln. So kommt es ca. 5 mal in der Woche dazu, dass es bei mir Nudeln gibt. Perfekt als „nix Richtiges mehr im Vorratsschrank“-Essen oder als fantastische kreative Sache bei der man sich mal so richtig ausleben kann. Denn Nudeln, sei es aus Hartweizengrieß, aus Mais, aus Eier oder was weiß ich, sind sehr dankbar. Ich habe mir die letzten Jahre angewöhnt nicht mehr Nudeln mit Soße sondern Soße mit Nudeln zu essen. Im Klartext: Macht den Gemüseanteil größer als die Ration Nudeln und das wichtigste der letzten Jahre: Eine gute Tomatensoße ist nur gut, wenn Sie lange genug eingekocht wurde!! Aber zu dem Thema bald mehr, denn mein alleralleraller liebstes Gericht der Welt sind nun mal Nudeln mit Tomatensoße, mal scharf mal weniger scharf! Aber lassen wir das, denn es geht um die Resteverwertung und den Genuss nach ein wenig Geschnippel und Gekoche. Kurz nach dem Vorratscheck war klar, dass es Tortiglioni mit ner Pilzsoße geben würde.

IMG_2078

Es streiten sich die Geister, wenn es darum geht, ob man das Nudelwasser vorm Kochen oder erst später salzen sollte – mal ehrlich, völlig latte! Durch vorheriges salzen verändert sich nur der Siedepunkt des Wassers, aber um wieviel… bestimmt gerade mal 30 sek. Und das ist nun echt egal! Besser als ganz zu vergessen das Salz rein soll. Und immer dran denken ca. 1 TL pro Liter Wasser. Und lasst die Nudeln schwimmen! Bloß nicht n Topf mit ca. 4,5cm Durchmesser für 250 g Nudeln…,jaja Übertreibung, seh ich ein! Aber liebe Männer, wir Frauen übertreiben nun mal, damit es für euch anschaulich wird und ihr uns ernst nehmt!

IMG_2124

Ich habe mir angewöhnt, fast das gesamte Gemüse (z. B. bei Currys, Soßen oder Sonstigem) separat anzubraten, damit das Gemüse halbwegs bissfest bleibt und nicht mittels Zunge einfach am Gaumen zerdrückt werden kann. Das muss nun wirklich nicht sein, dann kann man auch den Fertigprodukte-Scheiß in sich reinstopfen – kommt ungefähr aufs Selbe raus! Also fing ich an, die Pilze, je nach Größe zu halbieren oder zu vierteln und dann mit reichlich Kräutern (TK Kräutermischung italiano) in etwas Butter anzubraten. Danach ab zur Seite damit und die restlichen Zutaten im Bratfett der Pilze anzuschwitzen- so habt ihr den genialen Geschmack der Pilz-Röstaromen immer dabei! Das verwendete Pesto ist der Knaller, wirklich! Ja, ich gebe es zu ich habe das Pesto gekauft. Es kommt oft zum Einsatz, wird jedoch gestreckt, wo draufgeschmiert oder sonst wie zweckentfremdet. Ich liebe das Pesto von Aldi a la Calabrese. Kostet gerade mal 1,19 und macht Tomatensoßen, Sandwiches oder Dips zu einem Erlebnis. Also immer auf Vorrat haben!!!!

IMG_2070

Um nicht ausschweifend zu werden, hier jetzt das Rezept!

Riesen-Nudeln mit Kräuterpilzen in einer feinen Pestosoße oder kurz: Nudeln mit Soße!

Zutaten für 2 Leutz:

Ca. 200 g Nudeln (z.B. Tortiglioni)

2 Knoblauchzehen

1 Schalotte

250 g braune Champignons

2 EL Olivenöl

1 TL italienische TK-Kräuter

1 EL Butter

300 g Cherrytomaten

2-3 EL Calabrese-Pesto (z. B. von Aldi)     Alternativ könnt ihr auch Tomatenmark verwenden

200 ml Sahne

Salz, Pfeffer, Zucker

2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Nudeln nach Anweisung kochen. Pilze je nach Größe halbieren oder vierteln. Knoblauch schälen und würfeln. Schalotte ebenfalls würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und Pilze darin ca. 5 Minuten anbraten. Hälfte des Knoblauchs zu den Pilzen geben, kurz mit anschwitzen, Kräuter und Butter zugeben und Pilze darin
ca. 1-2 Minuten schwenken. Pilze in einen Teller geben und beiseitestellen (evtl. mit Alufolie abdecken). Knoblauch, Schalotten ins Bratfett geben. Pesto zugeben, anschwitzen. Mit Zitronensaft, etwas Nudelwasser und Sahne ablöschen, aufkochen und ca. 4 Minuten köcheln. Tomaten halbieren und zugeben. Erneut 2 Minuten köcheln lassen. Alles mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Pilze zugeben und erwärmen. Nudeln mit Gemüsesoße anrichten. Gegebenfalls,…NEEEEEEINNNN…auf jeden Fall mit Parmesanhobeln garnieren und mindestens 1 riesen Teller wegrandalieren!!!!