Bitte Platz nehmen…Herr Suppenkasper!

Auch wenn heute wirklich gutes Wetter war, kam ich heute nicht in Gang. Irgendwie zu kurz geschlafen, unruhig, Kopfschmerzen…also irgendwie nicht mein Tag. Kennt ihr sicher auch, wenn man sich am liebsten den ganzen Tag im Bett verstecken will, Filme gucken und Fanta trinken 🙂 Und abends dann den Pizzadienst kommen lässt. Aber wenn so gutes Wetter ist, hat man ein kleines Männchen im Kopf, was die ganze Zeit hämmert und sagt: Boaahhh, du kannst nicht den ganzen Tag drin hocken! Und schon fängt die Diskussion an: Kann ich wohl, wo is das Problem?! Mhh, tja wo ist es denn…man könnte bummeln gehen, sich vor ein Kaffee in die Leihdecke mummeln und Leute gucken, man könnte sich die Camera schnappen und das Licht draußen nutzen, man könnte Leute treffen und sich freuen, dass man in Hamburg am Wasser lebt. Und was ist mein einziger Wunsch: Gammelklamotten an, die nichtvorhandene Badewanne vermissen und nix tun! Wie geht’s euch so Mitte Februar?

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Da ich allerdings gestern einkaufen war, musste heute auf jeden Fall noch eine Kochaktion her. Der Entschluss war schnell gefasst: Es gibt Suppe! Denn, wenn man keine Lust auf großen Aufwand hat und trotzdem etwas was die Seele erwärmt haben möchte, dann muss es ein Süppchen sein! Also hier ist meine „Röst-Paprika-Kapern-Suppe“. Toll mit ner Scheibe Baguette oder am nächsten Tag zu ner Handvoll Nudeln.

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Ich habe die Suppe auch schonmal mit frischen Paprikaschoten aus dem Ofen probiert, aber muss leider zugeben, dass die vorgerösteten Tomatenpaprika aus dem Glas einfach mehr Bums haben. Außerdem ist der saure Saft, in dem sie eingelegt sind, eine tolle Säure für die Suppe.

So geht’s:

2 Knoblauchzehen

1 Suppengemüse (Knollensellerie, Möhren, Poree)

Olivenöl

1/2 Glas Tomatenpaprika + 2-3 EL Saft

2 Dosentomaten

1 EL Kapern aus dem Glas

Salz, Pfeffer, Zucker

1/2 Becher Sahne o. Crème fraîche

Zubereitung:

Knoblauch fein hacken. Suppengemüse schälen und würfeln. Olivenöl im Topf erhitzen und Knoblauch darin anschwitzen. Gemüse zugeben und ca. 4 Minuten unter Rühren anbraten. Tomatenpaprika grob zerteilen und zusammen mit etwas Saft und Tomaten in den Topf geben. Aufkochen lassen, Kapern zugeben, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend alles pürieren, erneut abschmecken und nochmal ca. 10 Minuten köcheln. Ggf. noch etwas Brühe zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Sahne steif schlagen. Suppe mit Basilikum und einem Kleks Sahne garnieren.

oder mit dem Linsentopping:

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Topping:

100 g Belugalinsen (schwarze Linsen)

300 ml Wasser

1 Knoblauchzehe

Basilikum

Salz, Pfeffer, Chili

Olivenöl, Essig

Zubereitung:

Linsen nach Packungsanweisung zubereiten. Knoblauch fein hacken, Basilikum in Streifen schneiden. Getrocknete Chili fein hacken. Alles mit Linsen mischen, mit etwas Öl und Essig verfeinern und kräftig würzen. Anschließend Suppe mit ca. 1-2 EL garnieren und servieren.

IMG_3486Und nu Reingehaun‘ ! Lasst’s euch schmecken 😉

 

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Ein Stück Fleisch als bester Liebesbeweis!

Wer noch nicht mitbekommen hat, dass Valentinstag ist, hat Schwein gehabt! Denn mal ehrlich, von allen Ecken lächeln einen kleine Engelchen von rot-goldenen Kärtchen an, oder es gibt die 20tausendste Sonderedition von Ferrero in Herzform…denn nur so kann man seiner Liebsten oder seinem Liebsten zeigen wie sehr man ihn oder sie liebt. Ich verstehe sehr gut, dass Frauen sich wünschen mal einen Liebesbeweis zu bekommen, denn mal ehrlich wem ist es schon ausreichend, wenn Müll raus bringen der einzige etwas versteckte „Ich liebe dich“-Beweis ist. Doch irgendwie ist es auch einfach schade, dass sich dies auf einen Tag im Jahr beschränken soll oder muss. Genau an dem Tag ist „Friede, Freude, Eierkuchen“ angesagt und beide müssen sich ganz viel Mühe geben und der Teufel soll los sein, wenn er keine Blumen besorgt hat. Der Valentinstag ist für diejenigen gut, die sich und ihren Liebsten an den anderen 364 Tagen im Jahr nicht dazu kriegen sich mal ins Zeug zu legen. Da ich wohl auch ab und an zu denjenigen gehöre, die zu selten ein „ich liebe dich, weil du mich vollkommen machst“ über die Lippen bringen, habe ich mich für eine Liebe geht durch den Magen Variante entschieden. Es stellte sich die Frage, was genau ihn bzw. den MANN glücklich macht. Die Antwort war klar: Ein geiles Stück Fleisch! Also Rinderhüftsteak beim Fleischer geholt und eine wunderbar cremige Pfeffer-Weinbrand-Soße dazu diniert. Sehr selbst!

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Rinderhüftsteak mit Pfeffer-Weinbrand-Soße und Kartoffelwedges für 2 Personen:

600 g Kartoffeln

Olivenöl

Thymian

Salz, Pfeffer

2 Rinderhüftsteak (je ca. 150-200 g)

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

1 EL Butter

2 EL Weinbrand

400 ml Rinderbrühe

50 ml Sahne

1 TL rosa Pfefferbeeren

Zubereitung:

Backofen auf 220° C vorheizen. Kartoffeln waschen, in Spalten schneiden und in einer Schüssel mit 2-3 EL Öl, Salz, Pfeffer und einigen Thymianblättern mischen. Alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im Ofen ca. 30 Minuten goldbraun backen. Inzwischen Schalotte und Knoblauch sehr fein würfeln. 1 EL Butter und 1 EL Öl im Topf erhitzen und Schalotten, Knoblauch darin anschwitzen. Mit Rinderbrühe, Weinbrand ablöschen und ca. 10-15 Minuten einköcheln lassen. Steaks salzen, pfeffern und mit Olivenöl einreiben. In einer heißen Pfanne auf mittlere bis hoher Stufe ca. 4 Minuten rundherum braten. Je nach gewünschtem Garzustand. Anschließend in Alufolie wickeln und kurz ruhen lassen. Rosa Pfefferbeeren und Sahne in die Soße geben, nochmals kurz aufkochen und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Alles zusammen anrichten und wegrandalieren! Yammie!

Tipp: Ihr könnt das Fleisch auch nur 1 Minute scharf anbraten und anschließend im Ofen bei ca. 150°C noch 10 Minuten fertig garen. Jedoch hier etwas unglücklich, weil die Kartoffeln bei einer anderen Temperatur gegart wurden und der Ofen viel zu heiß ist.

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Zumindest habe ich hiermit meinen Männe für’s nächste Jahr besänftigt, was das Liebe-Haben-Wollen angeht! Was habt ihr euch einfallen lassen? Oder findet ihr den Valentinstag sinnfrei?

Brötchenhimmel…Danke Donna!!!

Der Titel ist Gesetz, denn dies wird eine Ode an Donna Hay. Wenn es um Essen, Styling, Kochbücher, neue innovative Ideen rund um den Koch- und Backhimmel geht, ist sie definitiv die Beste! Eine Frau, nein eine Ikone in der Kochbuchliteratur! Da ich das Styling ebenso liebe, und ich ja bekanntlich noch in den Kinderschuhen stecke, was Foodstyling angeht, ist sie ab jetzt meine Lehrerin. Heißt für mich: Buch her, auswählen und versuchen es ähnlich nachzustylen und zu kochen.

Zum Glück steht Frau Hay für schnelle, einfache, frische und sexy Küche 🙂 Also ging es los: Es sollte irgendwas Brotmäßiges zu nem Salat sein. Also fiel die Wahl auf: Thymian-Knoblauch-Brötchen mit Käse.

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Frischer Thymian, der den ganzen Raum erfüllt. Hartkäse der so würzig schmeckt, als wäre man direkt auf der Alm. Und Küstenkracher-Brötchen, die sowieso schon derbe lecker sind. Und die altbewerte beste geschmacksgebende Zutat der Welt: Butter!!! Jeder der mich kennt, weiß, dass ich eigentlich in alles was ich esse Knoblauch zugebe. Tja, aber mal ehrlich, erstens verhilft es dazu, den Geruch von anderen, Knoblauchessenden nicht mehr als unangenehm wahrzunehmen und zweitens schmeckt er einfach fantastisch. Ich finde es gibt nichts geileres als ein bisschen Öl erhitzen, Knoblauch leicht anschwitzen und den Geruch quasi zu inhalieren. Und ob man nun Tomaten, Fenchel, Fleisch oder Nudeln darin schwenkt – ist vollkommen lachs! Besonders beliebt ist die Zugabe von Knoblauch beim Fleisch anbraten oder marinieren. Scharf anbraten, etwas Butter in die Pfanne, 2 angedrückte Knoblauchzehen dazu und das Fleisch mit dem Butter-Knoblauchfett immer wieder leicht überschütten. So nimmt das Fleisch eine tolle Farbe an und schmeckt fabulös!

So ist es auch mit Brot. Eingestrichen mit selbstgemachtem Knoblauchöl, oder mit leckerer Aioli. Yammie! Diesmal sollte der Knoblauch aber in der Butter lande, zusammen mit 1 Schalotte, Tomatenmark und Murray River Salz von Pfeffersack und Söhne („ich liebe es“). Danke an Max, der mir dieses geniale Salz näher gebracht hat. Es reicht ein Hauch und jedes Essen glänzt mit einem natürlichen Geschmacksverstärker!

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So geht’s für 4 Brötchen:

4 kleine Brötchen
4 Scheiben Greyerzer
4-8 Stiele Thymian
Salz, Pfeffer
2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
1-2 TL Tomatenmark
ca. 100 g weiche Butter

Brötchen mit einem Brotmesser einschneiden, aber nicht bis ganz unten. Ofen auf 200° C vorheizen. Schalotte und Knoblauch fein würfeln. Beides mit Butter, Salz, Pfeffer, Tomatenmark vermischen. In die Brötchenritzen schmieren, Käse und Thymian ebenfalls hineingeben. Im Ofen ca. 10-12 Minuten backen, bis der Käse schon verlaufen ist. Thymian vorm Essen entfernen. Passt toll, zu einem Tomatensalat mir Rucola und Öl-Essig-Vinaigrette.

Und jetzt: Weg damit!

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Süß, süßer…Batate!

Moin,

entschuldigt bitte, dass es die letzte Zeit etwas ruhiger geworden ist, aber es hat sich bei mir beruflich ziemlich viel verändert, sodass ich zur “Neusortierung” gezwungen war. Manche Menschen verstehen einfach nicht, dass die persönliche Freiheit ein großes Stück, nein ein riesen Stück wichtiger für einen sein sollte. Und Jonglieren mit Personen unnötig und unschön ist. Ich werde definitiv niemals verstehen, dass man einen leidenschaftlichen Menschen einschränken möchte, damit er wie in einem Zahnrad vor sich hin arbeitet ohne nach links oder rechts zu weichen. Einfach schade!!! Aber wie heißt es immer so schön: Wenn irgendwo eine Tür zu geht, geht eine andere auf!!! Und bei mir steht sie zum Glück sperrangelweit offen, sodass ich einen Dank in den Süden schicke 😉 Ganz ehrlich, manchmal braucht man einen Tritt in den Allerwertesten, und sollte seine Träume nicht immer vor sich her schieben und auf den perfekten Zeitpunkt warten. Der kommt nämlich niemals und auch kaltes Wasser ist Wasser in dem man schwimmen kann.

Aber genug der “Schwafelei”!!! Heute war tolles Wetter und somit hatte ich fantastische Voraussetzungen für gutes Licht beim Shooten. Ich weiß nicht, wer von euch schonmal versucht hat Kumpir zumachen. Eine große Kartoffel zu finden, die sich wunderbar füllen lässt. Daher habe ich mich gleich für Süßkartoffeln entschieden, die bekanntlich größer ausfallen als unsere heimischen Kartöffelchen. Zugegeben, es dauert relativ lange bis die Dinger gar sind, aber für den finalen Geschmack lohnt es sich allemal.

Zur Info: Kumpir ist eine warme Ofenkartoffel, die mit verschiedenen Toppings garniert wird. Viel frisches Gemüse + lecker würzige Soße.

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So geht’s:

2 mittelgroße Süßkartoffeln

Butter

1 Scheibe Gouda (mittelalt)

125 g Bulgur

2 Tomaten

2 EL Tomatenmark

Salz, Pfeffer, Zucker

1-2 EL Zitronensaft

1 TL Harissa

1 Handvoll Rucola

Petersilie

1/2 Gurke

1/2 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Soße:

100 g Schafskäse

3-4 EL Milch

Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Zubereitung:

Ich habe die Kartoffel mit Schale ca. 20 Min. in Salzwasser vorgekocht. Den Ofen auf 225° C vorgeheizt, Kartoffel aufgeschnitten, mit der Gabel leicht ausgekratzt und mit Gouda und Butter gemischt und im Ofen nochmal ca. 15-20 Min. gebacken (geht auch in Alufolie gewickelt). Die Garzeit richtet sich sehr nach der Größe der Batate, testet einfach mit einem Messer ob sie innen auch schon gar ist. Inzwischen 125 g Bulgur nach Packungsanweisung zubereiten. Tomatenmark, gehackter Knoblauch, 1 EL Butter, Harissa, gehackte Petersilie unterrühren. Gurke und Tomaten in feine Würfel schneiden und unterheben. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken. Schafskäse mit Milch glattrühren, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

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Kartoffel mit Bulgursalat, Rucola und Schafskäse-Dip anrichten. Mit Zwiebelringen garnieren. Und jetzt auslöffeln!

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