Was Norderney und Spargel gemein haben?!

Diese Woche war es mal Zeit zum Durchatmen! Daher habe ich meinen Koffer gepackt und meinen besten Kumpel auf seiner Insel besucht. Nein, nicht seine eigene, das wäre ja auch zu schön, nee, auf Norderney. Ein kleiner Syltverschnitt, aber mir egal! Wenn etwas nur von Meer umgeben ist, ist es sowieso schon das beste auf Erden! So kam ich also voller Erwartungen mit der Fähre von Norddeich rüber, und wurde mit einem „Jever“ am Fähranleger mit einem riesen Grinsen, von einem leicht zugewachsenen Benni, erwartet. Der Knaller! Denn wer mich kennt, weiß, das meine Welt mit einem Bier, Meer und Sonne einfach vollkommen ist! Ich freue mich schon im Januar darauf, im Sommer wieder zum Kitesurfworldcup nach Sankt Peter Ording zu fahren und Meeresluft zu schnuppern. Ich selbst kite nicht, aber mir reicht „gucken“und atmen. Mit dem Auto auf den extrem breiten Strand fahren, Tür auf, Campingstuhl ausklappen, Bier auf und hinfletzen und einfach nur genießen! Kein Gefühl bisher kann das toppen! Aber was hat das mit Spargel zu tun… tja eigentlich absolut gar nix! Klar gibts auch hier auf der Insel Spargel, aber mal ehrlich, hier hab ich definitiv keine Lust Fotoshootings abzuhalten. Da bin ich eigen, ich brauch meinen bekannten Kram….spontan und improvisieren ist schön und gut, aber neee… kein Bock auf Aufwand. Ich habe Urlaub!!! Da kam es mir zugute, dass ich vor 1 Woche einiges geshootet habe, sodass ich mal vorplanen konnte. Sodass ich jetzt in der „Milchbar“ mitten an der Strandpromenade sitze, auf’s Meer gucke und hoffe das die Wolken langsam mal verschwinden…und diesen Spargeleintrag verfasse. Flammkuchen mit grünem Spargel_6859 (1 von 1) Sobald die Saison eröffnet ist, gibt’s gefühlte 4 mal die Woche Spargel: zu Pasta, als marinierte Stückchen auf lecker Brot, zum Snacken mit Zitronenmayonnaise, oder so wie hier auf nem knusprigem Teig. Auch wenn es den grünen Spargel nicht nur jetzt gibt, nehme ich ihn lieber als den weißen. Er enthält wesentlich mehr Vitamin C, weil er über der Erde wächst und muss nicht komplett geschält werden. Die unteren Enden schäle ich jedoch auch vom grünen Vertreter, denn sonst ziehen sich dort immer Fäden beim essen – das stört! Spargel_6750 (1 von 1) Und was haben Spargel und Norderney nun gemeinsam? Absolut gar nichts, außer das beide wunderschön sind! Oder was meint ihr? Ich finde grünen Spargel, mit den leicht lila-farbenen Spitzen ist ein wirklich fotogenes Modell. In jeglicher Variation. Und wer schon mal auf Norderney war, wird mit Recht geben, wenn die Aussicht in die direkte Konkurrenz mit dem sonst so alltäglichen Großstadtflair geht, dass es wirklich eine schöne Insel ist. Es ist zwar eine echt Touriinsel, aber mich hat sowas eh noch nie gestört. Es soll ja sogar Leute geben, die sich nur nicht an einen Strand legen, weil er zu voll ist, oder sich nicht bei Unilever auf die Treppenstufen setzen will, weil dort schon mehr als 4 Leute sitzen und man nur noch ca. 3 Meter Platz hätte. Klar, ich finde es auch schöner, wenn man eine derart schöne Aussicht, sei es auf die Elbe oder auf’s Meer nicht teilen muss und in völliger Ruhe genießen kann, aber was soll’s….Wenn man allein sein will, sollte man nicht in Hamburg wohnen! Oder? Naja genug der Laberei…jetzt kommt das herrliche Spargelrezept!!!  😛

So geht’s für 2 Flammkuchen:

Für den Teig: 250 g Mehl (Type 405) 125 ml Wasser 2-3 EL Olivenöl 1 gute Prise Salz Alles erst mit einem Löffel mischen und dann mit den Händen zu einem Teig verkneten (ca. 5 Minuten). Teig immer mal wieder leicht auseinanderziehen.

DER TEIG MUSS NICHT RUHEN!!!

Flammkuchen mit grünem Spargel_6799 (1 von 1)

Für den Belag:

150 g Crème fraîche
2-3 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe
gehackte Petersilie (TK oder frisch)
Salz, Pfeffer
1 rote Zwiebel
1 Bund Spargel (ca. 200-250 g)
2 EL Salatkörner

Zubereitung: Backofen auf 220° C vorheizen. Crème fraîche mit Zitronensaft, einer gepressten Knoblauchzehe, Petersilie glattrühren und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Zwiebel schälen und in sehr feine Ringe schneiden. Trockene Spargelenden entfernen und das untere Drittel schälen. Anschließend in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten vorgaren und gut abtropfen lassen. Teig halbieren und auf einer leicht bemehlten Fläche dünn ausrollen (wirklich dünn!!!). Mit Creme bestreichen und mit Zwiebeln belegen. Im Ofen ca. 10 Min. backen. Anschließend mit Spargel belegen und erneut 5-10 Min. im Ofen backen. Inzwischen Körner in einer beschichteten Pfanne rösten. Flammkuchen mit Körnern bestreut servieren und nochmal mit Salz, Pfeffer würzen. Tipp: Mit etwas Parmesan garnieren. Und jetzt: Reingehauen‘ !!!!!! 😉

Klein, rot, knackig und voll der Bringer – Radieschen!!!

Was steht heute auf’m Plan?

Nach dem tagelangen Schlemmen Zuhause, wird es Zeit für was Leichtes!! Denn am Wochenende hat Mutti wieder Vollgas gegeben und eins nach dem anderen aufgetischt. Und auch der Grieche, das fast einzige Highlight in meinem Heimatdorf der Grillplatten bis zum Umfallen auf der Karte hat, hat uns den Rest gegeben. Chronische Fressnarkose!!!

Auf jeden Fall war das Wochenende mal wieder von viel Fleischeslust geprägt, gut so, aber reicht dann jetzt auch erstmal wieder. Daher wird diese Woche nur noch vegetarisch gekocht, gebruzelt und genossen. Denn wie hörte ich letztens in einer Doku, wer seinen Fleischkonsum auf 350 g in der Woche beschränkt, verhindert bzw. verringert die Abrodung des Regenwaldes. Also Ziel für dieses Jahr: 350 g Fleisch die Woche, mehr nicht!!! Denn Fleisch frisst Land. Ist leider so, daher liebe Leute beschränkt euch ein wenig, legt dafür mehr Wert auf gute Qualität und tauscht einfach mal was aus. Denn ein Burger mit z.B. paniertem Camembert schmeckt ebenfalls göttlich 😉

Wer macht alles mit? 🙂

Hier also mein 1. Vorschlag für „weniger Fleisch“. Knackiger Fenchel, scharfes Radieschen und Haselnüsse mit Röstaroma.

3lemons_Fenchelsalat

 

3lemons_Fenchelsalat

 

Und wer glaubt, dass das Grüne vom Fenchel in den Müll gehört, liegt falsch. Es eignet sich perfekt als „Kräuterersatz“ und schmeckt genauso wie sein Eigentümer – nach Fenchel und ein bisschen nach Dill 🙂 Also perfekt für’s Pimpen von Salat. Da ich Fenchel roh nicht gern esse, brate ich ihn immer an. Hier auch, kurz in Öl geschwenkt, mit Honig beträufelt und gewürzt. Aber fangen wir vorne an:

Für 2 Leutz:

2 kleine Fenchelknollen (inkl. Grün)

3 EL Rapsöl

1 EL Honig

Salz, Pfeffer

1 Bund Radieschen

1-2 Handvoll Haselnüsse

1/2 Zitrone

Zucker

1 EL Weißweinessig

1 Handvoll Rucola

 

Zubereitung:

Fenchel halbieren und keilförmig entstrunken, trockene Enden entfernen, Grün beiseitelegen und Knolle in Scheiben schneiden. 1 EL Öl in der Pfanne erhitzen, Fenchel darin ca. 4 Minuten anbraten. Mit Honig beträufeln und kurz schwenken. Mit Salz, Pfeffer würzen. Haselnüsse grob hacken und in einer Pfanne rösten, bis sie anfangen zu duften. Rucola waschen und trocken schütteln. Radieschen waschen, das Grün entfernen und in Scheiben schneiden. Alles zusammen auf Teller anrichten. Fenchelgrün grob hacken und Salat damit bestreuen. Dressing aus ca. 2 EL Zitronensaft, 1 EL Weißweinessig anmischen. Anschließend 2 EL Rapsöl unterschlagen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker (oder Honig) abschmecken.

Dazu passen Knoblauch-Crostini.

 

3lemons_Fenchelsalat

 

3lemons_Fenchelsalat

 

 

Und ’nu Reingehaun‘ 🙂