Butterflöckchen, Weißröckchen…

Wie mein guter Freund Max immer sagt: „Butterflöckchen müssen überall ran“. Und eins weiß ich nach den letzten 2 Jahren genau: ER HAT RECHT! Denn Butti macht alles soviel geiler, leckerer und einfach deliziös. Sei es die morgendliche Stulle mit feiner selbstgemachter Erdbeer-Rhabarber-Marmelade, als pure Butter mit ein wenig Murray River Salz als i-Tüpfelchen auf nem Rib-Eye-Steak oder als Zugabe zum lauwarmen Couscous…einfach mhhhhh….!!! Heute musste eine Kombi her, die würzigen Käse mit knusprigem und warmem Baguette und Steak vereint, gekrönt mit einem Petersiliensalz und Pilzen in Butter geschwenkt. Hier gilt: Kein Diät-Futter, sondern Genuss pur. Fett als Geschmacksträger ist halt doch das Beste! Oder was meint ihr?

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So geht’s für 2 Personen:

Zutaten:
1/2 Steinofenbaguette
Olivenöl zum Bestreichen
4 Minutensteaks (Schwein)
4 EL Mayonnaise
1 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
100-140 g Tallegio-Käse (alternativ ein würziger Weichkäse, auch ich habe für heute leider keinen echten Tallegio bekommen, dabei wäre es damit noch soviel besser!!!)
1/2 Bund Petersilie (ca. 10 g)
Meersalz
200 g braune Champignons
30 g Butter

Zubereitung:
Backofen auf 220°C vorheizen. Baguette in Scheiben schneiden und mit etwas Olivenöl beträufeln. Steaks salzen und in heißem Öl von beiden Seiten ca. 30 Sekunden (je nach Dicke) braten. Champignons ggf. mit Krepppapier putzen und im Bratsatz der Steaks ca. 5 Minuten braten. Butter zugeben und Pilze darin schwenken. Mayonnaise mit Zitronensaft mischen, salzen und pfeffern. Petersilie waschen, trocken schütteln und sehr fein hacken. Anschließend mit Meersalz mischen und ggf. mörsern, damit es sich gut verbindet. Baguettscheiben mit Mayonnaise bestreichen, mit Steaks, Käse und Pilzen belegen. Anschließend im Ofen ca. 4-5 Minuten überbacken. Vorm Servieren mit Petersiliensalz bestreuen und etwas Olivenöl besträufeln.

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Und nu weg damit!! Guten Appetit!

Das Petersiliensalz lässt sich auch toll auf Vorrat herstellen, dann einfach immer ein wenig auf die fertige Gemüsepfanne geben, oder ein schnödes Frischkäsebrot damit pimpen. Yummie 🙂 So, ich gehe jetzt auf die erneute Suche nach Taleggio…

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Isch glaub‘ es hackt!

Hey,

heute ist es soweit und ich gestehe: Ich mag Hack! Sogar das rohe Mett auf einem frischen Brötchen mit ganz viel Zwiebel, Salz und Pfeffer bringt mich ins Schwärmen. Darum hatte ich mir beim Großeinkauf für die Woche überlegt, es sollte endlich mal wieder was mit Hack geben. Doch was, Bolognese, die wir alle, besonders mein Freund und ikke, so lieben. Eine Hackfleischpfanne mit Pilzen und Porree oder mal was noch nie ausprobiertes. Zugegeben Hackbällchenauflauf ist nicht im klassischen Sinne „Neu“, aber ich habe, zugegeben, noch nie selber eine Bechamel gemacht. Keine Ahnung warum…vielleicht , weil ich nicht so auf diese überbackenen Sachen stehe, es mir meist zu fettig ist oder schlicht weg keinen Bock drauf hatte. Mhhh…keinen Plan, kam halt nicht dazu.

Ich glaube immer noch, dass mir die Bällchen nicht ohne Grund in den Sinn kamen, denn als ich vor 2 Wochen auf einem Kochkurs war, haben wir mit der lieben Cathy Linsenbällchen gemacht. Und da habe ich sie erwischt bzw. ein bisschen gezwungen ein „Bällchengesicht“ für die Kamera zu machen…tja. Seitdem gehen mir Bällchen scheinbar nicht mehr aus dem Kopf.

Für dieses Festmahl braucht man zum Glück fast nur Bio-Hackfleisch und Parmesan zu kaufen, da man die anderen Dinge eigentlich meist im Schrank hat.

Hackbällchen soweit das Auge reicht 😛 Hackbällchenauflauf-2

So geht’s für eine ca. 25 x 25 cm große Auflaufform (von Depot) :

Für die Hackbällchen:

350 g Bio-Hackfleisch (gemischt)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Senf (Ich liebe den Heimatsenf von KOCHfabrik)
1 EL Zitronensaft
ca. 4-5 EL Paniermehl
1 Ei
Salz, Pfeffer
evtl. Chiliflocken
Pflanzenöl zum Anbraten

Für die Bechamel:

ca. 25 g Butter
ca. 25 g Mehl
ca. 250 ml Milch (je nachdem wie dick ihr sie haben wollt)
Salz, Pfeffer, Muskat

Für die Tomatensoße:

1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
ca. 800 g Dosentomaten
1 kleine Chilischote
1 EL Balsamicoessig
Salz, Pfeffer, Zucker


Hackbällchenauflauf mit Bechamel-2

Zubereitung:

Am besten als Erstes die Tomatensoße zubereiten, dann kann sie ein wenig vor sich hinköcheln und bekommt dieses unverwechselbare Aroma, was sie nur bekommt, wenn sie reduziert und am besten mind. 30 Minuten köchelt. (Es reichen aber auch 10-15 Minuten). 1 Knoblauchzehe hacken. In 2 EL Olivenöl anschwitzen, Tomatenmark zugeben und kurz rösten. Mit Dosentomaten ablöschen. Balsamcicoessig, Salz, Pfeffer, Zucker und gehackte Chili zugeben. Und auf mittlerer Stufe köcheln lassen.

Backofen (Ober/Unterhitze ca. 220°C) vorheizen.

Für die Bällchen…jaaa aus Hack!!!:
Knoblauch und Zwiebeln fein würfeln und mit den restlichen Zutaten für die Hackbällchenmasse vermischen. Am besten mit Händen zu einer homogenen Masse verkneten. Kräftig würzen und zu kleinen Bällchen (ca. golfballgroß) formen. Ca. 2 EL Pflanzenöl in der Pfanne erhitzen. Bällchen portionsweise (evtl. wieder etwas Öl nachgeben) rundherum ca. 3-4 Minuten braten und in die Auflaufform legen.

Sobald alle Bällchen gebraten sind die Bechamel ansetzen. Dafür Butter schmelzen, Mehl mit einem Schneebesen einrühren bis eine homogene Masse entsteht (ca. 30 Sek.) Dann mit warmer Milch aufgießen und kräftig rühren. Anschließend ca. 10 Minuten köcheln lassen und zwischendurch immer wieder kräftig rühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.

Bällchen in der Auflaufform mit Tomatensoße übergießen, Bechamel darüber verteilen und mit Parmesan bestreut im heißen Ofen ca. 20-25 Minuten backen. Bis sich eine schöne goldbraune Kruste gebildet hat. Ich habe den Auflauf die letzten 5 Minuten auf die höchste Schiene geschoben, so gab’s nochmal richtig Hitze von oben 🙂


Hackbällchenauflauf1-2

Natürlich dürfen die frischen Kräuter nicht fehlen, daher am besten mit ein bisschen Basilikum garnieren und dann reingehaun‘ !

Hackbällchenauflauf mit Bechamel und Basilikum-2Ich habe den Bällchenauflauf (wie schön es klingt :O) mit Baguette gegessen. Mein Freund am Abend mit Nudeln und am nächsten Tag gab es zusammen mit Rucola noch ein Sandwich damit. Einfach lecker!

Ein Starlet trifft Risotto

Wilder Knoblauch, Knoblauchkraut oder einfach Bärlauch springt einem jetzt überall mitten ins Auge. Ob beim Discountersupermarkt, beim Markthändler des Vertrauens oder auf der Speisekarte des Lieblingsrestaurants…Bärlauch ist um diese Zeit ein echter Star am Frühlingshimmel. Und ganz genauso sehe ich das auch! Der herrliche Geruch, der mich an meine Lieblingszutat (neben Zitronen:P) den Knoblauch erinnert und die feine Struktur, die ihn so vielfältig einsetzbar macht, machen ihn zum absoluten Favoriten.

Bärlauch_Simone_Neufing-5380

Dazu gibt’s Risotto, für mich immer noch ein herzhafter Milchreis, der gut abgeschmeckt und die perfekte Konsistenz erfordert, damit es mundet. Gute Gemüsebrühe, würziger Parmesan plus frische Zutaten sind Voraussetzung für ein gutes Risotto. Und dann ist alles erlaubt. Ich hatte noch ein paar Erbsen im Tiefkühlfach und frische Stangenbohnen zusammen mit dem Bärlauch gekauft. Es sollte also ein grünes Risotto werden. Taddaaa… da isses:

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Was ihr braucht (2P):

1 Knoblauchzehe

1 Schalotte

2 EL Rapsöl

200 g Risottoreis

1 guter Schluck Weißwein

ca. 700 ml Gemüsebrühe

Salz

1 Bund Bärlauch (ca. 50 g)

ca. 200 g Hähnchenbrustfilet

ca. 100-150 g Stangenbohnen

ca. 50 g Erbsen

Zitronensaft

ca. 30-40 g frisch geriebener Parmesan

Pfeffer

1 Handvoll Portulak

Tipp: ca. 100 g Cocktailtomaten für’s Auge und das i-Tüpfelchen

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Zubereitung:

Knoblauch und Schalotte fein würfeln. Beides in 1 El Öl kurz anschwitzen. Risottoreis zugeben, kurz anbraten (bis er leicht am Boden anpappt), dann mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen. Sobald die Flüssigkeit aufgesogen ist, eine Kelle heiße Gemüsebrühe zugeben. Dieses immer wiederholen, sobald der Reis kaum noch mit Flüssigkeit bedeckt ist. Der Reis ist nach ca. 20 Minuten fertig (im Inneren soll er noch leicht bissfest sein).

Inzwischen Hähnchenbrust abspülen, trocken tupfen und mittig eine ca. 3-4 cm tiefe Tasche hineinschneiden. Bärlauch waschen, trocken schütteln und fein hacken (bzw. schneiden). Einen Teil des Bärlauchs in die Hähnchentaschen füllen. Mit einem Holzspieß (Zahnstocher) quer verschließen. Anschließend Hähnchen salzen und in heißem Öl (ca. 1 EL) ca. 8 Minuten rundherum goldbraun braten.

Stangenbohnen waschen und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten kochen. Kurz vor Ende der Garzeit die TK-Erbsen zugeben. Anschließend beides abgießen.

Parmesan zum Reis geben, unterheben uns kräftig mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Den restlichen Bärlauch unterheben und mit dem Gemüse anrichten. Hähnchenbrustfilet vom Spieß befreien, pfeffern und vorsichtig aufschneiden. Zum Risotto servieren. Portulak waschen und erst kurz vor dem Servieren auf dem Risotto drapieren, sonst wird er schlapp und warm. Das mag keiner 🙂

Wer möchte, schmeißt noch eine Handvoll Cocktailtomaten in den Bratsatz des Hähnchens. Kurz anbraten, würzen und anschließend auf dem Risotto drapieren. Gibt eine herrlich fruchtige Note und die Farben sind natürlich auch der Knaller!

Und nu: Reingehaun‘!

Für die Seele und alles andere: Nudeln!

Würde es nicht sowas wie die Wissenschaft geben, die alles unerdenkliche prüft und beweist, würden wir einfach immer noch rätseln warum um Gotteswillen wir Nudeln so heftig lieben. Sie machen glücklich, zufrieden, total satt bis zur absoluten Fressnarkose und sind soooooo vielfältig. Ach jaaa, ich könnte jeden Tag ein Loblied auf sie singen, aber dann würde mein Low Carb Konto keine Lobeshymnen mehr auf mich singen. Dann nimmt der, von mir verhasste, Kosename „Specky Becky“ noch wahre Züge an. Nein, nein… in Maßen sind Nudeln ja auch o.k. Dafür dann eben an dem Tag keine Tafel Schoki hinterher (sondern nur mini-Mars, die fallen nicht so ins Gewicht). Jetzt erkenne ich endlich den Sinn hinter einem Essenstagebuch…man sieht beim Aufschreiben, wieviel man in sich reingestopft hat. Immer diese Erkenntnis…wird völlig überschätzt!

 

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Um nun vollends happy zu werden, schnappte ich mir die noch übrigen Tomaten und packte sie auf ein Blech, kurz mit Balsamicoessig beträufelt, mit Zucker bestreut, mit Meersalz und Pfeffer gewürzt – und schwupps ab in den Ofen (240°C, obere Schiene) für ca. 10 Minuten, bis sie so leicht aufgeplatzt sind, der Balsamicoessig schon erstarrt vor Hitze und die Sträuche schon leicht verkohlt. Der Wahnsinn!!!

Dazu eine Handvoll Spaghetti, al dente natürlich (also keinesfalls länger als 7 Minuten) gekocht und 1 Hähnchenbrustfilet gebraten. Der Clou: Keine heftig, fettige Soße sondern einfach nur hauchdünne Knoblauchscheiben, die man am liebsten so wegsnacken wollen würde, Chili, nicht zu knapp und bestes Olivenöl. Jaaa….kurz um: aglio olio!!! I know! But… so klingst nach mehr und nicht nach dem billigsten Gericht auf der Karte, bei dem ein Restaurant die absolut höchste Rendite einfährt!

Bei mir heißen sie: Spaghetti in Knoblauchöl mit Balsamico-Tomaten (und Hähn’schen)

 

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von oben und von vorne… NUDELN

Spaghetti mit Balsamico-Tomaten_IMG5330 (1 von 1)

 

So geht’s für 2:

300-400 g Strauchtomaten

2 TL Balsamicoessig

6-7 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer, Zucker

150-200 g Hähnchenbrust

1 EL Rapsöl

250 g Spaghetti

3 Knoblauchzehen

1 getrocknete Chilischote

Basilikumstreifen zum Garnieren

 

Zubereitung:

Ofen auf 240° C vorheizen.

Tomaten waschen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Mit Balsamicoessig, 1 EL Olivenöl, Meersalz, Pfeffer und etwas Zucker würzen. Im heißen Ofen ca. 10 Minuten backen.

Hähnchenbrust salzen und pfeffern. In 1 EL Öl ca. 8 Minuten rundherum (in eine großen Pfanne) anbraten und herausnehmen.

Nudeln nach Packungsanweisung al dente garen. Etwas Nudelwasser auffangen. Knoblauch schälen und in sehr feine Scheiben schneiden. 3 EL Olivenöl in die Pfanne geben und Knoblauch und getrocknete Chilischote (leicht zerbröselt) im Öl anschwitzen.

Nudeln zugeben und alles schwenken. Nudelwasser und restliches Öl unterheben, kräftig mit Salz, Pfeffer würzen und köcheln/braten.

Alles zusammen anrichten und mit Basilikum bestreuen. (Den Strauch der Tomaten besser entfernen, sieht zwar auf’m Foto schön aus, schmeckt aber beschis…!)

 

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Und dann heißt es: Ganz schnell wegputzen, sonst droht die Smybiose aus Öl/Nudelwasser/Knoblauchsaft und leicht geschmolzenen Tomaten dahin zu sein.

Wenn ihr Nudeln auch so liebt wie ich, dann teilt diesen Beitrag 😛

 

 

 

Ein Stück Fleisch als bester Liebesbeweis!

Wer noch nicht mitbekommen hat, dass Valentinstag ist, hat Schwein gehabt! Denn mal ehrlich, von allen Ecken lächeln einen kleine Engelchen von rot-goldenen Kärtchen an, oder es gibt die 20tausendste Sonderedition von Ferrero in Herzform…denn nur so kann man seiner Liebsten oder seinem Liebsten zeigen wie sehr man ihn oder sie liebt. Ich verstehe sehr gut, dass Frauen sich wünschen mal einen Liebesbeweis zu bekommen, denn mal ehrlich wem ist es schon ausreichend, wenn Müll raus bringen der einzige etwas versteckte „Ich liebe dich“-Beweis ist. Doch irgendwie ist es auch einfach schade, dass sich dies auf einen Tag im Jahr beschränken soll oder muss. Genau an dem Tag ist „Friede, Freude, Eierkuchen“ angesagt und beide müssen sich ganz viel Mühe geben und der Teufel soll los sein, wenn er keine Blumen besorgt hat. Der Valentinstag ist für diejenigen gut, die sich und ihren Liebsten an den anderen 364 Tagen im Jahr nicht dazu kriegen sich mal ins Zeug zu legen. Da ich wohl auch ab und an zu denjenigen gehöre, die zu selten ein „ich liebe dich, weil du mich vollkommen machst“ über die Lippen bringen, habe ich mich für eine Liebe geht durch den Magen Variante entschieden. Es stellte sich die Frage, was genau ihn bzw. den MANN glücklich macht. Die Antwort war klar: Ein geiles Stück Fleisch! Also Rinderhüftsteak beim Fleischer geholt und eine wunderbar cremige Pfeffer-Weinbrand-Soße dazu diniert. Sehr selbst!

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Rinderhüftsteak mit Pfeffer-Weinbrand-Soße und Kartoffelwedges für 2 Personen:

600 g Kartoffeln

Olivenöl

Thymian

Salz, Pfeffer

2 Rinderhüftsteak (je ca. 150-200 g)

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

1 EL Butter

2 EL Weinbrand

400 ml Rinderbrühe

50 ml Sahne

1 TL rosa Pfefferbeeren

Zubereitung:

Backofen auf 220° C vorheizen. Kartoffeln waschen, in Spalten schneiden und in einer Schüssel mit 2-3 EL Öl, Salz, Pfeffer und einigen Thymianblättern mischen. Alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im Ofen ca. 30 Minuten goldbraun backen. Inzwischen Schalotte und Knoblauch sehr fein würfeln. 1 EL Butter und 1 EL Öl im Topf erhitzen und Schalotten, Knoblauch darin anschwitzen. Mit Rinderbrühe, Weinbrand ablöschen und ca. 10-15 Minuten einköcheln lassen. Steaks salzen, pfeffern und mit Olivenöl einreiben. In einer heißen Pfanne auf mittlere bis hoher Stufe ca. 4 Minuten rundherum braten. Je nach gewünschtem Garzustand. Anschließend in Alufolie wickeln und kurz ruhen lassen. Rosa Pfefferbeeren und Sahne in die Soße geben, nochmals kurz aufkochen und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Alles zusammen anrichten und wegrandalieren! Yammie!

Tipp: Ihr könnt das Fleisch auch nur 1 Minute scharf anbraten und anschließend im Ofen bei ca. 150°C noch 10 Minuten fertig garen. Jedoch hier etwas unglücklich, weil die Kartoffeln bei einer anderen Temperatur gegart wurden und der Ofen viel zu heiß ist.

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Zumindest habe ich hiermit meinen Männe für’s nächste Jahr besänftigt, was das Liebe-Haben-Wollen angeht! Was habt ihr euch einfallen lassen? Oder findet ihr den Valentinstag sinnfrei?

Ein bisschen Kalle zur Weihnachtszeit…

Moin,

morgen ist’s soweit und wir alle verfallen dem (Fr)esswahn. Fett Ente, Gans, Kartoffeln, Knödel, Rotkohl und dicker dicker Nachtisch. Klar, wer kann da schon widerstehen, aber ich muss sagen, auch wenn’s was für sich hat danach mit Fressnarkose auf dem Sofa zuliegen und gefühlt um 8 Uhr einzuschlafen, ist man doch oft 2 Tage danach noch fertig. Da habe ich mir geschworen, für die Tage zumindest vorzusorgen und einen Extra-Vorrat an Salatvariationen ranzuschaffen. Also mal ein paar meiner Bücher durchgeblättert und los ging’s. Der Jamie hat’s drauf, sodass ich mich für einen Salat aus seinem 15 Minuten Kochbuch entschied. Leicht abgewandelt natürlich.

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Den Salat nenne ich Kalle, denn gestern kam mir eine Erinnerung an einen ehemaligen (vielleicht auch immer noch) Kumpel, der den coolen Namen Kalle trägt. Kalles sind eigentlich immer coole, lässige Typen und kurzzeitig kam mit der Gedanke mein erstes Kind, was natürlich ein Junge, der surfen liebt, wird Kalle zu nennen. Passt perfekt zu einem im VW Bulli rumhängenden Typen, der den Mädels reihenweise den Kopf verdreht, aber im Herzen ein GUTER ist.

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Da diese Vorstellung in nächster Zeit nicht in die Tat umgesetzt wird und ich momentan meinen Blog wohl als mein „Baby“ bezeichnen kann, kann ich doch wohl auch meinem Essen Namen geben, oder? Ich finde die Formulierungen: Bulgur an Brokkoli, verfeinert mit Zitrone und Minze mit einem Hauch… blaaaa! einfach anstrengend und außerdem, wenn man nicht erkennt was drin ist, ist doch eh irgendwas falsch gelaufen. (Obwohl man hier den Bulgur wirklich schlecht erkennt, seh‘ ich ein).

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Kalle für 2 Personen:

1/2 Brokkoli

1 Bund Radieschen

2 Lauchzwiebeln

2 Stiele grob gehackte Minze

1 Hähnchenbrustfilet (ca. 200 g)

150 g Bulgur

Salz, Pfeffer

Olivenöl

2 EL roter Balsmaicoessig

1 Zitrone

Rohrzucker

Joghurt

Harissa (Würzpaste) oder Paprikapulver

Zubereitung:

Brokkoli in Röschen teilen, in Salzwasser ca. 3-4 Min. kochen (zugedeckt). 2 Pfannen mit Öl startklar (starke Hitze) machen. Hähnchen auf ein Backpapier legen, zuklappen und mit einem Nudelholz oder Topf/Pfanne flach klopfen (ca. 1,5 cm). Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver würzen und im heißen Öl ca. 3 Minuten pro Seite goldbraun braten. Inzwischen Brokkoli mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen und kurz abtropfen lassen, in der anderen Pfanne ca. 3-4 Min. braten. 1/2 Zitrone schälen und grob zerteilen. Bulgur mit Zitronenstücken im Brokkoliwasser ca. 7 Min. mit Deckel garen. Lauchzwiebeln und Radieschen in Scheiben schneiden. Hähnchen grob zerrupfen (am besten noch warm, dann lässt es sich besser zerteilen). Bulgur, Radieschen, Lauchzwiebeln, Minze  in einer Schüssel mischen. Mit Essig, Öl, Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer anmachen. Hähnchen und Brokkoli zugeben. Joghurt mit etwas Harissa mischen und Salat damit anrichten. Und reinhaun‘ !!!!

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Ich hasse Rosenkohl…

Tachchen,

ich weiß, es ist ein komischer Titel, aber es stimmt ich bin wirklich kein Fan von Rosenkohl – wenn es einen definierten Antifan geben würde dann wäre es eine kurze Beschreibung von mir 😛 Aber wie man uns allen wohl früh eingetrichtert hat, ist man ab und an gezwungen „zuvor“ gehasstes nochmal zu probieren – weil man sich sonst kein dauerhaftes Urteil bilden darf. Quatsch denke ich, denn Grünkohl rühre ich schon seit ich 5 bin nicht mehr an. Es ist widerlich, riecht komisch und die Kombi mit einer Art Mettenden ist einfach nix für mich. Das einzige was ich mit mache sind Grünkohl-Fahrten, aber auch nur, weil ich dann mit Grund einen Trinken kann. 😉 Aber was erzähl ich von Grünkohl es geht ja um den kleinen, feinen Rosenkohl.

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Also dank meiner Mutter die immer wieder sagte: „Ach probier doch mal, vielleicht schmeckt es dir ja?!“ Meist kam von mir nur die Antwort: „ich will meinen Ketchup“ – aber heute dachte ich mir ich begebe mich mal auf eine „Probier Abscheuliches Kulinarik“, und modifiziere es so, dass es dir schmeckt. Eine echte Herausforderung, aber bis heute gelungen. Also probiert doch mal! Und für alle die Rosenkohl lieben ist’s eh ein Genuss!

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Gebratener Rosenkohl-Salat mit Granatapfel

Für 2 Portionen braucht ihr:

1 Beutel Rosenkohl (ca. 500 g)

1 großen Granatapfel

1-2 EL Butter

Zitronensaft und etwas -abrieb

Salz, Pfeffer

1 TL Senf

2 EL Balsamicoessig

2 EL Olivenöl

1-2 TL brauner Zucker

2-3 Baconscheiben

evtl.Chiliflocken

Zubereitung

Rosenkohl ca. 5 Minuten in Salzwasser kochen. Granatapfelkerne aus der Schale holen (am besten mit einem Löffelrücken auf die Schale klopfen, dann geht’s ganz gut). Rosenkohl abgießen und gut abtropfen lassen. Butter in einer Pfanne erhitzen, Rosenkohl zerteilen und in die Butter geben, ca. 3-4 Min. anbraten, mit Zucker bestreuen, salzen, pfeffern und mit ca. 1 EL Zitronensaft ablöschen. Mit Granatapfelkernen in eine Schüssel geben, vermischen, mit Essig, Salz, Pfeffer, Zucker, Senf, Zitronenabrieb, Öl verfeinern. Pfanne auswischen und Bacon darin auslassen (evtl. auf Krepppapier abtropfen lassen), zerteilen. Salat anrichten, mit Baconstücken belegen und alles verputzen!!!

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Lust auf…

Dank meines 6 monatigen Aufenthalts in der zünftigen Stadt München, hatte ich die Gelegenheit bei einer fantastischen Food-Zeitschrift ein Praktikum zu machen. Die besten Bilder, die besten Rezepte und ein klasse Team haben mich dazu gebracht, wirklich jeden Monat das Heft zukaufen : LUST AUF GENUSS. Ich kann es echt empfehlen, keine Schleichwerbung sondern pure Überzeugung! Probiert’s mal aus. Ich habe die panierten Birnenscheiben auf Wintersalat probiert. Waren ratz fatz weg und sau lecker. Erst dachte ich „Ob Birnen in Parmesankruste schmecken?!“. Aber ich und die restliche Kombo die zu Besuch war fanden es fabulös.

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Hier kommt alles zusammen was der Herbst/Winter zu bieten hat und macht sich auch toll als Vorspeise für beispielsweise die Festtage. Also Mutti mach dich auf was gefasst „dies Jahr koche ich“ 😛

Für 2 Personen:

2 reife Birnen

4 EL geriebener Parmesan

4-5 EL Paniermehl

4 EL Mehl

1 Ei

Zitronensaft

Öl zum „Frittieren“ (ca. 50 ml)

Salz, Pfeffer

1/2 Radicchio

75 g Spinatsalat oder Rucola

50 g gewürfelten Speck

eine Handvoll Walnüsse

3 EL Olivenöl

Schuss Weißwein oder 2 EL heller Balsamicoessig

1 EL Honig

Birnen schälen und in ca. 1-1,5 cm dicke Scheiben schneiden (ruhig mit Stiel). Paniermehl und Parmesan in einem Teller mischen. 2 weitere Teller mit Mehl und verquirltem Ei vorbereiten. Dann Birnen mit Zitronensaft beträufeln und nacheinander durch Mehl, Ei und Käse-Paniermehl ziehen. Panade gut andrücken. Öl in einer Pfanne erhitzen (darf fast rauchen) und Birnen darin ca. 2-3 Minuten goldbraun ausbacken. Salat kleinzupfen, auf 2 Teller verteilen. Walnüsse und Speck in einer Pfanne anbraten, mit Weißwein ablöschen. Honig und Öl zufügen und vom Herd nehmen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Vinaigrette über den Salat geben und Birnenscheiben darauf drapieren und ab in den Mund!

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Liebe Grüße an meine tollen, unvergesslichen Ex-Kollegen 😉

Das Schwein in mir ist ein besserer Koch!

Auf den gestrigen Tag hab ich mir regelrecht n Loch innen Bauch gefreut, denn endlich mal ein ganzer nicht vollgeproppter Tag an dem man ganz gemächlich kochen, shooten und Chili-Billy machen kann. So kam es, dass ich nach Pinterest-Suchanfragen ständig Bilder von Food-Trucks gesehen habe…und was verkaufen die immer, naja zu 80%… ja richtig! BURGER! Da dachte ich mir, versuch ich mich doch auch mal an sonem „für 80 Stunden“ im Ofen Fleisch, auch Pulled Pork genannt. Also Zettel raus und Einkaufsliste geschrieben, es sei mir nachzusehen, dass nicht genau das im Wagen landete, was drauf stand, aber so is das nun mal bei Konsumkindern, die nichts anderes so gut können wie Internetshops leer kaufen oder in Einkaufzentren rumhängen um sagen wir mal „was nicht immer Sinnvolles zu kaufen“. Einkaufzettel hin oder her, ich hatte eine wichtige Sache in meinem Plan vergessen, nämlich, dass es nicht reicht wenn ich das Fleisch am Abend vorbereite und gleich morgens innen Ofen schiebe, denn die 1,3 kg Schweineschulter braucht 5-6 Stunden, bis das Fleisch wirklich so geil vom Knochen fällt, wie man es von den tollsten Burgern kennt. Das Schwein wäre also erst um ca. 15 Uhr fertig gewesen…und ikke hab bis jetzt eben nur ein provisorisches Mini-Fotostudio, wo ich auf Tageslicht angewiesen bin. Und der liebe Winter bringt die Dunkelheit halt schon sehr früh wieder 😛 MIST!

Gut, also Plan geändert, und erst am Sonntag Pulled-Pork-Burger fertiggestellt.

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Und glaubt mir, es war gar nicht so leicht das butterzarte Fleisch vor dem Besuch des Wochenendes zu retten! Ständig…oh ich nehm nur n bisschen, ok? Auf das Ja, hat aber keiner gewartet, so musste ich heute eben mit nur noch 1 kg Fleisch hantieren :O Natürlich musste auch ein selbstgemachtes Brötchen her, eigene Burgersoßenkreation, selfmade Krautsalat und Deluxe-Röstkartoffeln.

Und seht selbst was dabei rausgekommen ist.

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PULLED PORK (zerrupfte, göttlich, schmackhafte Schweineschulter) reicht für ca. 10-12 kleine Burger

1-2 kg Schweineschulter ( mit Knochen)

Senf (süßer und mittelscharfer)

Meersalz, Pfeffer

Backofen auf 160° C (Ober- und Unterhitze) Schweineschulter kräftig würzen und mit Senf einstreichen. In einen Bräter geben und mit Alufolie abdecken. Im Ofen ca. 5-6 Stunden garen. Zwischenzeitlich (nach 2-3 Stunden) etwas Wasser zugießen, damit das Fleisch immer in seinem Bratensaft und etwas Wasser liegt. Sobald sich das Fleisch mit der Gabel einfach abzupfen lässt, ist es fertig und perfekt! Dann entweder über Nacht in einer Barbecue Soße einlegen oder pur nutzen.

Die anderen Rezepte folgen…soll ja spannend bleiben 🙂

DELUXE-RÖSTKARTOFFELN (derbe knusprig, fettig und lecka!!!!)

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KRAUTSALAT (auch für den Burger, aber auch geil alleine)

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BURGER-BUNS

(Rezept geklaut von der besten Bloggerin Schrägstrich Kochbuchautorin Schrägstrich Fotografin – What Katie ate)

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Und jetzt macht euch schon mal ans Fleisch!! Denn hier geht es definitiv um ein sehr sehr leckeres Stück Fleisch! Ein Hoch auf Niedriggarmethoden!!!

Reingehaun` !!!