Himbeeren & Rhabarber machen einen drauf

Moin ihr Lieben, heute wird es mal ein kurzer Beitrag, da die Zeit etwas eng ist. Aber es geht ja um Essen, da darf’s auch mal kurz und knackig sein 😉 Ich dachte mir diese Woche: Was wäre wenn ich endlich backen lernen würde? Ich werde dick, unsagbar unausstehlich wenn ich meinen Süßkram nicht tagtäglich bekomme oder ich finde neue Freunde 😉 Denn ein Kuchen & Kaffee sind ja ab 30 die bekannten Anlässe sich auszutauschen. Und nein, ich bin nicht alt, sondern reifer und tausche mich gern über Rezepte aus 😛 Oh man, ganz ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass mir das mal passiert. Damals, als ich als „Jugendliche“ bei Mutti und Schwägerinnen am Tisch saß und es nur um Rezepte und Garten ging waren meine ersten Gedanken dazu: „Niemals möchte ich so am Tisch sitzen und über so uninteressante Dinge sprechen“.
Aber wenn, der Kuchentisch trotzdem mit flachen Witzen und einer ordentlichen Portion Geselligkeit gekrönt wird, ist meiner Meinung nach der Tag geglückt. So kam es also, dass ich mir diese Woche nur ein einizges „To Do“ gesetzt habe: Eine Tarte backen.
Und hier isse 😉

Rhabarberpfanne-2

Mit cremiger Vanille-Schokolade-Creme auf einem knusprigen Mürbeteig. Kekse unten innen schön schlotzig und oben drauf der süß-saure Rhabarber mit Himbeermarmelade! Yammie!

Rhabarberstueck-2

So geht’s für 1 Tarte:

Für den Teig:

250 g Mehl
75 g Zucker
1 Prise Salz
150 g Butter
1 Ei

Für die Creme:

1 Pck. Vanillepuddingpulver
400 ml Milch
100 g gehackte weiße Schokolade
30 g Zucker
2 Eigelb
200 g Sahne
4 Blatt Gelatine

On Top:

ca. 750 g Rhabarber
30 g Zucker
3 EL Himbeermarmelade

Rhabarbertarte-2

Zubereitung:

Teigzutaten mischen, kneten und ca. 30 Min., in Frischhaltefolie gewickelt, kalt stellen.

Ofen auf ca. 180° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Teig ausrollen, ruhiger etwas größer als die eigentliche Form. Die Form damit auskleiden, Ränder etwas hochziehen und leicht andrücken. Den Boden anschließend mit einer Gabel mehrmals einstechen und im Ofen ca. 20-25 Minuten backen.

Inzwischen Puddingpulver mit 6-7 EL Milch glatt rühren. Restliche Milch erhitzen und Puddingmilch einrühren und aufkochen. Weiße Schokolade zerbrechen und hineingeben, darin schmelzen. Zucker und Eigelb zugeben, unterrühren und köcheln lassen. Anschließend etwas abkühlen lassen.

Rhabarber grob schälen und die trockenen Enden entfernen. Je nach Dicke, längs halbieren und in ca. 3-4 cm dicke Stücke schneiden. In einer Pfanne auf mittlere Hitze ca. 3-4 Minuten braten. Einen Schuss Wasser zugeben und Himbeermarmelade unterrühren. Alles köcheln lassen bis der Rhabarber die gewünschte Konsistenz hat. Anschließend beiseitestellen.

Sahne steif schlagen. Pudding glattrühren, Sahne unterheben. Gelatine in kaltem Wasser ca. 5 Minuten einweichen, dann in einem Topf bei geringer Hitze auflösen. 3 EL Puddingcreme zugeben und einrühren. Diese Masse dann unter die restliche Puddingcreme rühren. Creme auf die Tarte streichen bzw. gießen, mit Himbeer-Rhabarber belegen und anschließend ca. 2-3 Stunden kalt stellen.

Und nu reingehaun‘ !!!

Advertisements

Ein Starlet trifft Risotto

Wilder Knoblauch, Knoblauchkraut oder einfach Bärlauch springt einem jetzt überall mitten ins Auge. Ob beim Discountersupermarkt, beim Markthändler des Vertrauens oder auf der Speisekarte des Lieblingsrestaurants…Bärlauch ist um diese Zeit ein echter Star am Frühlingshimmel. Und ganz genauso sehe ich das auch! Der herrliche Geruch, der mich an meine Lieblingszutat (neben Zitronen:P) den Knoblauch erinnert und die feine Struktur, die ihn so vielfältig einsetzbar macht, machen ihn zum absoluten Favoriten.

Bärlauch_Simone_Neufing-5380

Dazu gibt’s Risotto, für mich immer noch ein herzhafter Milchreis, der gut abgeschmeckt und die perfekte Konsistenz erfordert, damit es mundet. Gute Gemüsebrühe, würziger Parmesan plus frische Zutaten sind Voraussetzung für ein gutes Risotto. Und dann ist alles erlaubt. Ich hatte noch ein paar Erbsen im Tiefkühlfach und frische Stangenbohnen zusammen mit dem Bärlauch gekauft. Es sollte also ein grünes Risotto werden. Taddaaa… da isses:

Bärlauchrisotto_Simone_Neufing-5111

Was ihr braucht (2P):

1 Knoblauchzehe

1 Schalotte

2 EL Rapsöl

200 g Risottoreis

1 guter Schluck Weißwein

ca. 700 ml Gemüsebrühe

Salz

1 Bund Bärlauch (ca. 50 g)

ca. 200 g Hähnchenbrustfilet

ca. 100-150 g Stangenbohnen

ca. 50 g Erbsen

Zitronensaft

ca. 30-40 g frisch geriebener Parmesan

Pfeffer

1 Handvoll Portulak

Tipp: ca. 100 g Cocktailtomaten für’s Auge und das i-Tüpfelchen

Bärlauchrisotto_Simone_Neufing-5139

Zubereitung:

Knoblauch und Schalotte fein würfeln. Beides in 1 El Öl kurz anschwitzen. Risottoreis zugeben, kurz anbraten (bis er leicht am Boden anpappt), dann mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen. Sobald die Flüssigkeit aufgesogen ist, eine Kelle heiße Gemüsebrühe zugeben. Dieses immer wiederholen, sobald der Reis kaum noch mit Flüssigkeit bedeckt ist. Der Reis ist nach ca. 20 Minuten fertig (im Inneren soll er noch leicht bissfest sein).

Inzwischen Hähnchenbrust abspülen, trocken tupfen und mittig eine ca. 3-4 cm tiefe Tasche hineinschneiden. Bärlauch waschen, trocken schütteln und fein hacken (bzw. schneiden). Einen Teil des Bärlauchs in die Hähnchentaschen füllen. Mit einem Holzspieß (Zahnstocher) quer verschließen. Anschließend Hähnchen salzen und in heißem Öl (ca. 1 EL) ca. 8 Minuten rundherum goldbraun braten.

Stangenbohnen waschen und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten kochen. Kurz vor Ende der Garzeit die TK-Erbsen zugeben. Anschließend beides abgießen.

Parmesan zum Reis geben, unterheben uns kräftig mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Den restlichen Bärlauch unterheben und mit dem Gemüse anrichten. Hähnchenbrustfilet vom Spieß befreien, pfeffern und vorsichtig aufschneiden. Zum Risotto servieren. Portulak waschen und erst kurz vor dem Servieren auf dem Risotto drapieren, sonst wird er schlapp und warm. Das mag keiner 🙂

Wer möchte, schmeißt noch eine Handvoll Cocktailtomaten in den Bratsatz des Hähnchens. Kurz anbraten, würzen und anschließend auf dem Risotto drapieren. Gibt eine herrlich fruchtige Note und die Farben sind natürlich auch der Knaller!

Und nu: Reingehaun‘!

Was Norderney und Spargel gemein haben?!

Diese Woche war es mal Zeit zum Durchatmen! Daher habe ich meinen Koffer gepackt und meinen besten Kumpel auf seiner Insel besucht. Nein, nicht seine eigene, das wäre ja auch zu schön, nee, auf Norderney. Ein kleiner Syltverschnitt, aber mir egal! Wenn etwas nur von Meer umgeben ist, ist es sowieso schon das beste auf Erden! So kam ich also voller Erwartungen mit der Fähre von Norddeich rüber, und wurde mit einem „Jever“ am Fähranleger mit einem riesen Grinsen, von einem leicht zugewachsenen Benni, erwartet. Der Knaller! Denn wer mich kennt, weiß, das meine Welt mit einem Bier, Meer und Sonne einfach vollkommen ist! Ich freue mich schon im Januar darauf, im Sommer wieder zum Kitesurfworldcup nach Sankt Peter Ording zu fahren und Meeresluft zu schnuppern. Ich selbst kite nicht, aber mir reicht „gucken“und atmen. Mit dem Auto auf den extrem breiten Strand fahren, Tür auf, Campingstuhl ausklappen, Bier auf und hinfletzen und einfach nur genießen! Kein Gefühl bisher kann das toppen! Aber was hat das mit Spargel zu tun… tja eigentlich absolut gar nix! Klar gibts auch hier auf der Insel Spargel, aber mal ehrlich, hier hab ich definitiv keine Lust Fotoshootings abzuhalten. Da bin ich eigen, ich brauch meinen bekannten Kram….spontan und improvisieren ist schön und gut, aber neee… kein Bock auf Aufwand. Ich habe Urlaub!!! Da kam es mir zugute, dass ich vor 1 Woche einiges geshootet habe, sodass ich mal vorplanen konnte. Sodass ich jetzt in der „Milchbar“ mitten an der Strandpromenade sitze, auf’s Meer gucke und hoffe das die Wolken langsam mal verschwinden…und diesen Spargeleintrag verfasse. Flammkuchen mit grünem Spargel_6859 (1 von 1) Sobald die Saison eröffnet ist, gibt’s gefühlte 4 mal die Woche Spargel: zu Pasta, als marinierte Stückchen auf lecker Brot, zum Snacken mit Zitronenmayonnaise, oder so wie hier auf nem knusprigem Teig. Auch wenn es den grünen Spargel nicht nur jetzt gibt, nehme ich ihn lieber als den weißen. Er enthält wesentlich mehr Vitamin C, weil er über der Erde wächst und muss nicht komplett geschält werden. Die unteren Enden schäle ich jedoch auch vom grünen Vertreter, denn sonst ziehen sich dort immer Fäden beim essen – das stört! Spargel_6750 (1 von 1) Und was haben Spargel und Norderney nun gemeinsam? Absolut gar nichts, außer das beide wunderschön sind! Oder was meint ihr? Ich finde grünen Spargel, mit den leicht lila-farbenen Spitzen ist ein wirklich fotogenes Modell. In jeglicher Variation. Und wer schon mal auf Norderney war, wird mit Recht geben, wenn die Aussicht in die direkte Konkurrenz mit dem sonst so alltäglichen Großstadtflair geht, dass es wirklich eine schöne Insel ist. Es ist zwar eine echt Touriinsel, aber mich hat sowas eh noch nie gestört. Es soll ja sogar Leute geben, die sich nur nicht an einen Strand legen, weil er zu voll ist, oder sich nicht bei Unilever auf die Treppenstufen setzen will, weil dort schon mehr als 4 Leute sitzen und man nur noch ca. 3 Meter Platz hätte. Klar, ich finde es auch schöner, wenn man eine derart schöne Aussicht, sei es auf die Elbe oder auf’s Meer nicht teilen muss und in völliger Ruhe genießen kann, aber was soll’s….Wenn man allein sein will, sollte man nicht in Hamburg wohnen! Oder? Naja genug der Laberei…jetzt kommt das herrliche Spargelrezept!!!  😛

So geht’s für 2 Flammkuchen:

Für den Teig: 250 g Mehl (Type 405) 125 ml Wasser 2-3 EL Olivenöl 1 gute Prise Salz Alles erst mit einem Löffel mischen und dann mit den Händen zu einem Teig verkneten (ca. 5 Minuten). Teig immer mal wieder leicht auseinanderziehen.

DER TEIG MUSS NICHT RUHEN!!!

Flammkuchen mit grünem Spargel_6799 (1 von 1)

Für den Belag:

150 g Crème fraîche
2-3 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe
gehackte Petersilie (TK oder frisch)
Salz, Pfeffer
1 rote Zwiebel
1 Bund Spargel (ca. 200-250 g)
2 EL Salatkörner

Zubereitung: Backofen auf 220° C vorheizen. Crème fraîche mit Zitronensaft, einer gepressten Knoblauchzehe, Petersilie glattrühren und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Zwiebel schälen und in sehr feine Ringe schneiden. Trockene Spargelenden entfernen und das untere Drittel schälen. Anschließend in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten vorgaren und gut abtropfen lassen. Teig halbieren und auf einer leicht bemehlten Fläche dünn ausrollen (wirklich dünn!!!). Mit Creme bestreichen und mit Zwiebeln belegen. Im Ofen ca. 10 Min. backen. Anschließend mit Spargel belegen und erneut 5-10 Min. im Ofen backen. Inzwischen Körner in einer beschichteten Pfanne rösten. Flammkuchen mit Körnern bestreut servieren und nochmal mit Salz, Pfeffer würzen. Tipp: Mit etwas Parmesan garnieren. Und jetzt: Reingehauen‘ !!!!!! 😉

Klein, rot, knackig und voll der Bringer – Radieschen!!!

Was steht heute auf’m Plan?

Nach dem tagelangen Schlemmen Zuhause, wird es Zeit für was Leichtes!! Denn am Wochenende hat Mutti wieder Vollgas gegeben und eins nach dem anderen aufgetischt. Und auch der Grieche, das fast einzige Highlight in meinem Heimatdorf der Grillplatten bis zum Umfallen auf der Karte hat, hat uns den Rest gegeben. Chronische Fressnarkose!!!

Auf jeden Fall war das Wochenende mal wieder von viel Fleischeslust geprägt, gut so, aber reicht dann jetzt auch erstmal wieder. Daher wird diese Woche nur noch vegetarisch gekocht, gebruzelt und genossen. Denn wie hörte ich letztens in einer Doku, wer seinen Fleischkonsum auf 350 g in der Woche beschränkt, verhindert bzw. verringert die Abrodung des Regenwaldes. Also Ziel für dieses Jahr: 350 g Fleisch die Woche, mehr nicht!!! Denn Fleisch frisst Land. Ist leider so, daher liebe Leute beschränkt euch ein wenig, legt dafür mehr Wert auf gute Qualität und tauscht einfach mal was aus. Denn ein Burger mit z.B. paniertem Camembert schmeckt ebenfalls göttlich 😉

Wer macht alles mit? 🙂

Hier also mein 1. Vorschlag für „weniger Fleisch“. Knackiger Fenchel, scharfes Radieschen und Haselnüsse mit Röstaroma.

3lemons_Fenchelsalat

 

3lemons_Fenchelsalat

 

Und wer glaubt, dass das Grüne vom Fenchel in den Müll gehört, liegt falsch. Es eignet sich perfekt als „Kräuterersatz“ und schmeckt genauso wie sein Eigentümer – nach Fenchel und ein bisschen nach Dill 🙂 Also perfekt für’s Pimpen von Salat. Da ich Fenchel roh nicht gern esse, brate ich ihn immer an. Hier auch, kurz in Öl geschwenkt, mit Honig beträufelt und gewürzt. Aber fangen wir vorne an:

Für 2 Leutz:

2 kleine Fenchelknollen (inkl. Grün)

3 EL Rapsöl

1 EL Honig

Salz, Pfeffer

1 Bund Radieschen

1-2 Handvoll Haselnüsse

1/2 Zitrone

Zucker

1 EL Weißweinessig

1 Handvoll Rucola

 

Zubereitung:

Fenchel halbieren und keilförmig entstrunken, trockene Enden entfernen, Grün beiseitelegen und Knolle in Scheiben schneiden. 1 EL Öl in der Pfanne erhitzen, Fenchel darin ca. 4 Minuten anbraten. Mit Honig beträufeln und kurz schwenken. Mit Salz, Pfeffer würzen. Haselnüsse grob hacken und in einer Pfanne rösten, bis sie anfangen zu duften. Rucola waschen und trocken schütteln. Radieschen waschen, das Grün entfernen und in Scheiben schneiden. Alles zusammen auf Teller anrichten. Fenchelgrün grob hacken und Salat damit bestreuen. Dressing aus ca. 2 EL Zitronensaft, 1 EL Weißweinessig anmischen. Anschließend 2 EL Rapsöl unterschlagen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker (oder Honig) abschmecken.

Dazu passen Knoblauch-Crostini.

 

3lemons_Fenchelsalat

 

3lemons_Fenchelsalat

 

 

Und ’nu Reingehaun‘ 🙂