Was Norderney und Spargel gemein haben?!

Diese Woche war es mal Zeit zum Durchatmen! Daher habe ich meinen Koffer gepackt und meinen besten Kumpel auf seiner Insel besucht. Nein, nicht seine eigene, das wäre ja auch zu schön, nee, auf Norderney. Ein kleiner Syltverschnitt, aber mir egal! Wenn etwas nur von Meer umgeben ist, ist es sowieso schon das beste auf Erden! So kam ich also voller Erwartungen mit der Fähre von Norddeich rüber, und wurde mit einem „Jever“ am Fähranleger mit einem riesen Grinsen, von einem leicht zugewachsenen Benni, erwartet. Der Knaller! Denn wer mich kennt, weiß, das meine Welt mit einem Bier, Meer und Sonne einfach vollkommen ist! Ich freue mich schon im Januar darauf, im Sommer wieder zum Kitesurfworldcup nach Sankt Peter Ording zu fahren und Meeresluft zu schnuppern. Ich selbst kite nicht, aber mir reicht „gucken“und atmen. Mit dem Auto auf den extrem breiten Strand fahren, Tür auf, Campingstuhl ausklappen, Bier auf und hinfletzen und einfach nur genießen! Kein Gefühl bisher kann das toppen! Aber was hat das mit Spargel zu tun… tja eigentlich absolut gar nix! Klar gibts auch hier auf der Insel Spargel, aber mal ehrlich, hier hab ich definitiv keine Lust Fotoshootings abzuhalten. Da bin ich eigen, ich brauch meinen bekannten Kram….spontan und improvisieren ist schön und gut, aber neee… kein Bock auf Aufwand. Ich habe Urlaub!!! Da kam es mir zugute, dass ich vor 1 Woche einiges geshootet habe, sodass ich mal vorplanen konnte. Sodass ich jetzt in der „Milchbar“ mitten an der Strandpromenade sitze, auf’s Meer gucke und hoffe das die Wolken langsam mal verschwinden…und diesen Spargeleintrag verfasse. Flammkuchen mit grünem Spargel_6859 (1 von 1) Sobald die Saison eröffnet ist, gibt’s gefühlte 4 mal die Woche Spargel: zu Pasta, als marinierte Stückchen auf lecker Brot, zum Snacken mit Zitronenmayonnaise, oder so wie hier auf nem knusprigem Teig. Auch wenn es den grünen Spargel nicht nur jetzt gibt, nehme ich ihn lieber als den weißen. Er enthält wesentlich mehr Vitamin C, weil er über der Erde wächst und muss nicht komplett geschält werden. Die unteren Enden schäle ich jedoch auch vom grünen Vertreter, denn sonst ziehen sich dort immer Fäden beim essen – das stört! Spargel_6750 (1 von 1) Und was haben Spargel und Norderney nun gemeinsam? Absolut gar nichts, außer das beide wunderschön sind! Oder was meint ihr? Ich finde grünen Spargel, mit den leicht lila-farbenen Spitzen ist ein wirklich fotogenes Modell. In jeglicher Variation. Und wer schon mal auf Norderney war, wird mit Recht geben, wenn die Aussicht in die direkte Konkurrenz mit dem sonst so alltäglichen Großstadtflair geht, dass es wirklich eine schöne Insel ist. Es ist zwar eine echt Touriinsel, aber mich hat sowas eh noch nie gestört. Es soll ja sogar Leute geben, die sich nur nicht an einen Strand legen, weil er zu voll ist, oder sich nicht bei Unilever auf die Treppenstufen setzen will, weil dort schon mehr als 4 Leute sitzen und man nur noch ca. 3 Meter Platz hätte. Klar, ich finde es auch schöner, wenn man eine derart schöne Aussicht, sei es auf die Elbe oder auf’s Meer nicht teilen muss und in völliger Ruhe genießen kann, aber was soll’s….Wenn man allein sein will, sollte man nicht in Hamburg wohnen! Oder? Naja genug der Laberei…jetzt kommt das herrliche Spargelrezept!!!  😛

So geht’s für 2 Flammkuchen:

Für den Teig: 250 g Mehl (Type 405) 125 ml Wasser 2-3 EL Olivenöl 1 gute Prise Salz Alles erst mit einem Löffel mischen und dann mit den Händen zu einem Teig verkneten (ca. 5 Minuten). Teig immer mal wieder leicht auseinanderziehen.

DER TEIG MUSS NICHT RUHEN!!!

Flammkuchen mit grünem Spargel_6799 (1 von 1)

Für den Belag:

150 g Crème fraîche
2-3 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe
gehackte Petersilie (TK oder frisch)
Salz, Pfeffer
1 rote Zwiebel
1 Bund Spargel (ca. 200-250 g)
2 EL Salatkörner

Zubereitung: Backofen auf 220° C vorheizen. Crème fraîche mit Zitronensaft, einer gepressten Knoblauchzehe, Petersilie glattrühren und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Zwiebel schälen und in sehr feine Ringe schneiden. Trockene Spargelenden entfernen und das untere Drittel schälen. Anschließend in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten vorgaren und gut abtropfen lassen. Teig halbieren und auf einer leicht bemehlten Fläche dünn ausrollen (wirklich dünn!!!). Mit Creme bestreichen und mit Zwiebeln belegen. Im Ofen ca. 10 Min. backen. Anschließend mit Spargel belegen und erneut 5-10 Min. im Ofen backen. Inzwischen Körner in einer beschichteten Pfanne rösten. Flammkuchen mit Körnern bestreut servieren und nochmal mit Salz, Pfeffer würzen. Tipp: Mit etwas Parmesan garnieren. Und jetzt: Reingehauen‘ !!!!!! 😉

Klein, rot, knackig und voll der Bringer – Radieschen!!!

Was steht heute auf’m Plan?

Nach dem tagelangen Schlemmen Zuhause, wird es Zeit für was Leichtes!! Denn am Wochenende hat Mutti wieder Vollgas gegeben und eins nach dem anderen aufgetischt. Und auch der Grieche, das fast einzige Highlight in meinem Heimatdorf der Grillplatten bis zum Umfallen auf der Karte hat, hat uns den Rest gegeben. Chronische Fressnarkose!!!

Auf jeden Fall war das Wochenende mal wieder von viel Fleischeslust geprägt, gut so, aber reicht dann jetzt auch erstmal wieder. Daher wird diese Woche nur noch vegetarisch gekocht, gebruzelt und genossen. Denn wie hörte ich letztens in einer Doku, wer seinen Fleischkonsum auf 350 g in der Woche beschränkt, verhindert bzw. verringert die Abrodung des Regenwaldes. Also Ziel für dieses Jahr: 350 g Fleisch die Woche, mehr nicht!!! Denn Fleisch frisst Land. Ist leider so, daher liebe Leute beschränkt euch ein wenig, legt dafür mehr Wert auf gute Qualität und tauscht einfach mal was aus. Denn ein Burger mit z.B. paniertem Camembert schmeckt ebenfalls göttlich 😉

Wer macht alles mit? 🙂

Hier also mein 1. Vorschlag für „weniger Fleisch“. Knackiger Fenchel, scharfes Radieschen und Haselnüsse mit Röstaroma.

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Und wer glaubt, dass das Grüne vom Fenchel in den Müll gehört, liegt falsch. Es eignet sich perfekt als „Kräuterersatz“ und schmeckt genauso wie sein Eigentümer – nach Fenchel und ein bisschen nach Dill 🙂 Also perfekt für’s Pimpen von Salat. Da ich Fenchel roh nicht gern esse, brate ich ihn immer an. Hier auch, kurz in Öl geschwenkt, mit Honig beträufelt und gewürzt. Aber fangen wir vorne an:

Für 2 Leutz:

2 kleine Fenchelknollen (inkl. Grün)

3 EL Rapsöl

1 EL Honig

Salz, Pfeffer

1 Bund Radieschen

1-2 Handvoll Haselnüsse

1/2 Zitrone

Zucker

1 EL Weißweinessig

1 Handvoll Rucola

 

Zubereitung:

Fenchel halbieren und keilförmig entstrunken, trockene Enden entfernen, Grün beiseitelegen und Knolle in Scheiben schneiden. 1 EL Öl in der Pfanne erhitzen, Fenchel darin ca. 4 Minuten anbraten. Mit Honig beträufeln und kurz schwenken. Mit Salz, Pfeffer würzen. Haselnüsse grob hacken und in einer Pfanne rösten, bis sie anfangen zu duften. Rucola waschen und trocken schütteln. Radieschen waschen, das Grün entfernen und in Scheiben schneiden. Alles zusammen auf Teller anrichten. Fenchelgrün grob hacken und Salat damit bestreuen. Dressing aus ca. 2 EL Zitronensaft, 1 EL Weißweinessig anmischen. Anschließend 2 EL Rapsöl unterschlagen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker (oder Honig) abschmecken.

Dazu passen Knoblauch-Crostini.

 

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Und ’nu Reingehaun‘ 🙂

Bitte Platz nehmen…Herr Suppenkasper!

Auch wenn heute wirklich gutes Wetter war, kam ich heute nicht in Gang. Irgendwie zu kurz geschlafen, unruhig, Kopfschmerzen…also irgendwie nicht mein Tag. Kennt ihr sicher auch, wenn man sich am liebsten den ganzen Tag im Bett verstecken will, Filme gucken und Fanta trinken 🙂 Und abends dann den Pizzadienst kommen lässt. Aber wenn so gutes Wetter ist, hat man ein kleines Männchen im Kopf, was die ganze Zeit hämmert und sagt: Boaahhh, du kannst nicht den ganzen Tag drin hocken! Und schon fängt die Diskussion an: Kann ich wohl, wo is das Problem?! Mhh, tja wo ist es denn…man könnte bummeln gehen, sich vor ein Kaffee in die Leihdecke mummeln und Leute gucken, man könnte sich die Camera schnappen und das Licht draußen nutzen, man könnte Leute treffen und sich freuen, dass man in Hamburg am Wasser lebt. Und was ist mein einziger Wunsch: Gammelklamotten an, die nichtvorhandene Badewanne vermissen und nix tun! Wie geht’s euch so Mitte Februar?

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Da ich allerdings gestern einkaufen war, musste heute auf jeden Fall noch eine Kochaktion her. Der Entschluss war schnell gefasst: Es gibt Suppe! Denn, wenn man keine Lust auf großen Aufwand hat und trotzdem etwas was die Seele erwärmt haben möchte, dann muss es ein Süppchen sein! Also hier ist meine „Röst-Paprika-Kapern-Suppe“. Toll mit ner Scheibe Baguette oder am nächsten Tag zu ner Handvoll Nudeln.

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Ich habe die Suppe auch schonmal mit frischen Paprikaschoten aus dem Ofen probiert, aber muss leider zugeben, dass die vorgerösteten Tomatenpaprika aus dem Glas einfach mehr Bums haben. Außerdem ist der saure Saft, in dem sie eingelegt sind, eine tolle Säure für die Suppe.

So geht’s:

2 Knoblauchzehen

1 Suppengemüse (Knollensellerie, Möhren, Poree)

Olivenöl

1/2 Glas Tomatenpaprika + 2-3 EL Saft

2 Dosentomaten

1 EL Kapern aus dem Glas

Salz, Pfeffer, Zucker

1/2 Becher Sahne o. Crème fraîche

Zubereitung:

Knoblauch fein hacken. Suppengemüse schälen und würfeln. Olivenöl im Topf erhitzen und Knoblauch darin anschwitzen. Gemüse zugeben und ca. 4 Minuten unter Rühren anbraten. Tomatenpaprika grob zerteilen und zusammen mit etwas Saft und Tomaten in den Topf geben. Aufkochen lassen, Kapern zugeben, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend alles pürieren, erneut abschmecken und nochmal ca. 10 Minuten köcheln. Ggf. noch etwas Brühe zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Sahne steif schlagen. Suppe mit Basilikum und einem Kleks Sahne garnieren.

oder mit dem Linsentopping:

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Topping:

100 g Belugalinsen (schwarze Linsen)

300 ml Wasser

1 Knoblauchzehe

Basilikum

Salz, Pfeffer, Chili

Olivenöl, Essig

Zubereitung:

Linsen nach Packungsanweisung zubereiten. Knoblauch fein hacken, Basilikum in Streifen schneiden. Getrocknete Chili fein hacken. Alles mit Linsen mischen, mit etwas Öl und Essig verfeinern und kräftig würzen. Anschließend Suppe mit ca. 1-2 EL garnieren und servieren.

IMG_3486Und nu Reingehaun‘ ! Lasst’s euch schmecken 😉

 

Brötchenhimmel…Danke Donna!!!

Der Titel ist Gesetz, denn dies wird eine Ode an Donna Hay. Wenn es um Essen, Styling, Kochbücher, neue innovative Ideen rund um den Koch- und Backhimmel geht, ist sie definitiv die Beste! Eine Frau, nein eine Ikone in der Kochbuchliteratur! Da ich das Styling ebenso liebe, und ich ja bekanntlich noch in den Kinderschuhen stecke, was Foodstyling angeht, ist sie ab jetzt meine Lehrerin. Heißt für mich: Buch her, auswählen und versuchen es ähnlich nachzustylen und zu kochen.

Zum Glück steht Frau Hay für schnelle, einfache, frische und sexy Küche 🙂 Also ging es los: Es sollte irgendwas Brotmäßiges zu nem Salat sein. Also fiel die Wahl auf: Thymian-Knoblauch-Brötchen mit Käse.

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Frischer Thymian, der den ganzen Raum erfüllt. Hartkäse der so würzig schmeckt, als wäre man direkt auf der Alm. Und Küstenkracher-Brötchen, die sowieso schon derbe lecker sind. Und die altbewerte beste geschmacksgebende Zutat der Welt: Butter!!! Jeder der mich kennt, weiß, dass ich eigentlich in alles was ich esse Knoblauch zugebe. Tja, aber mal ehrlich, erstens verhilft es dazu, den Geruch von anderen, Knoblauchessenden nicht mehr als unangenehm wahrzunehmen und zweitens schmeckt er einfach fantastisch. Ich finde es gibt nichts geileres als ein bisschen Öl erhitzen, Knoblauch leicht anschwitzen und den Geruch quasi zu inhalieren. Und ob man nun Tomaten, Fenchel, Fleisch oder Nudeln darin schwenkt – ist vollkommen lachs! Besonders beliebt ist die Zugabe von Knoblauch beim Fleisch anbraten oder marinieren. Scharf anbraten, etwas Butter in die Pfanne, 2 angedrückte Knoblauchzehen dazu und das Fleisch mit dem Butter-Knoblauchfett immer wieder leicht überschütten. So nimmt das Fleisch eine tolle Farbe an und schmeckt fabulös!

So ist es auch mit Brot. Eingestrichen mit selbstgemachtem Knoblauchöl, oder mit leckerer Aioli. Yammie! Diesmal sollte der Knoblauch aber in der Butter lande, zusammen mit 1 Schalotte, Tomatenmark und Murray River Salz von Pfeffersack und Söhne („ich liebe es“). Danke an Max, der mir dieses geniale Salz näher gebracht hat. Es reicht ein Hauch und jedes Essen glänzt mit einem natürlichen Geschmacksverstärker!

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So geht’s für 4 Brötchen:

4 kleine Brötchen
4 Scheiben Greyerzer
4-8 Stiele Thymian
Salz, Pfeffer
2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
1-2 TL Tomatenmark
ca. 100 g weiche Butter

Brötchen mit einem Brotmesser einschneiden, aber nicht bis ganz unten. Ofen auf 200° C vorheizen. Schalotte und Knoblauch fein würfeln. Beides mit Butter, Salz, Pfeffer, Tomatenmark vermischen. In die Brötchenritzen schmieren, Käse und Thymian ebenfalls hineingeben. Im Ofen ca. 10-12 Minuten backen, bis der Käse schon verlaufen ist. Thymian vorm Essen entfernen. Passt toll, zu einem Tomatensalat mir Rucola und Öl-Essig-Vinaigrette.

Und jetzt: Weg damit!

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Du Nudel, du!

Wer kennt das nicht – wenn’s mal schnell gehen muss kommen Nudeln aufn Tisch. Aber mal ehrlich, es gibt definitiv nix geileres als Nudeln. So kommt es ca. 5 mal in der Woche dazu, dass es bei mir Nudeln gibt. Perfekt als „nix Richtiges mehr im Vorratsschrank“-Essen oder als fantastische kreative Sache bei der man sich mal so richtig ausleben kann. Denn Nudeln, sei es aus Hartweizengrieß, aus Mais, aus Eier oder was weiß ich, sind sehr dankbar. Ich habe mir die letzten Jahre angewöhnt nicht mehr Nudeln mit Soße sondern Soße mit Nudeln zu essen. Im Klartext: Macht den Gemüseanteil größer als die Ration Nudeln und das wichtigste der letzten Jahre: Eine gute Tomatensoße ist nur gut, wenn Sie lange genug eingekocht wurde!! Aber zu dem Thema bald mehr, denn mein alleralleraller liebstes Gericht der Welt sind nun mal Nudeln mit Tomatensoße, mal scharf mal weniger scharf! Aber lassen wir das, denn es geht um die Resteverwertung und den Genuss nach ein wenig Geschnippel und Gekoche. Kurz nach dem Vorratscheck war klar, dass es Tortiglioni mit ner Pilzsoße geben würde.

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Es streiten sich die Geister, wenn es darum geht, ob man das Nudelwasser vorm Kochen oder erst später salzen sollte – mal ehrlich, völlig latte! Durch vorheriges salzen verändert sich nur der Siedepunkt des Wassers, aber um wieviel… bestimmt gerade mal 30 sek. Und das ist nun echt egal! Besser als ganz zu vergessen das Salz rein soll. Und immer dran denken ca. 1 TL pro Liter Wasser. Und lasst die Nudeln schwimmen! Bloß nicht n Topf mit ca. 4,5cm Durchmesser für 250 g Nudeln…,jaja Übertreibung, seh ich ein! Aber liebe Männer, wir Frauen übertreiben nun mal, damit es für euch anschaulich wird und ihr uns ernst nehmt!

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Ich habe mir angewöhnt, fast das gesamte Gemüse (z. B. bei Currys, Soßen oder Sonstigem) separat anzubraten, damit das Gemüse halbwegs bissfest bleibt und nicht mittels Zunge einfach am Gaumen zerdrückt werden kann. Das muss nun wirklich nicht sein, dann kann man auch den Fertigprodukte-Scheiß in sich reinstopfen – kommt ungefähr aufs Selbe raus! Also fing ich an, die Pilze, je nach Größe zu halbieren oder zu vierteln und dann mit reichlich Kräutern (TK Kräutermischung italiano) in etwas Butter anzubraten. Danach ab zur Seite damit und die restlichen Zutaten im Bratfett der Pilze anzuschwitzen- so habt ihr den genialen Geschmack der Pilz-Röstaromen immer dabei! Das verwendete Pesto ist der Knaller, wirklich! Ja, ich gebe es zu ich habe das Pesto gekauft. Es kommt oft zum Einsatz, wird jedoch gestreckt, wo draufgeschmiert oder sonst wie zweckentfremdet. Ich liebe das Pesto von Aldi a la Calabrese. Kostet gerade mal 1,19 und macht Tomatensoßen, Sandwiches oder Dips zu einem Erlebnis. Also immer auf Vorrat haben!!!!

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Um nicht ausschweifend zu werden, hier jetzt das Rezept!

Riesen-Nudeln mit Kräuterpilzen in einer feinen Pestosoße oder kurz: Nudeln mit Soße!

Zutaten für 2 Leutz:

Ca. 200 g Nudeln (z.B. Tortiglioni)

2 Knoblauchzehen

1 Schalotte

250 g braune Champignons

2 EL Olivenöl

1 TL italienische TK-Kräuter

1 EL Butter

300 g Cherrytomaten

2-3 EL Calabrese-Pesto (z. B. von Aldi)     Alternativ könnt ihr auch Tomatenmark verwenden

200 ml Sahne

Salz, Pfeffer, Zucker

2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Nudeln nach Anweisung kochen. Pilze je nach Größe halbieren oder vierteln. Knoblauch schälen und würfeln. Schalotte ebenfalls würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und Pilze darin ca. 5 Minuten anbraten. Hälfte des Knoblauchs zu den Pilzen geben, kurz mit anschwitzen, Kräuter und Butter zugeben und Pilze darin
ca. 1-2 Minuten schwenken. Pilze in einen Teller geben und beiseitestellen (evtl. mit Alufolie abdecken). Knoblauch, Schalotten ins Bratfett geben. Pesto zugeben, anschwitzen. Mit Zitronensaft, etwas Nudelwasser und Sahne ablöschen, aufkochen und ca. 4 Minuten köcheln. Tomaten halbieren und zugeben. Erneut 2 Minuten köcheln lassen. Alles mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Pilze zugeben und erwärmen. Nudeln mit Gemüsesoße anrichten. Gegebenfalls,…NEEEEEEINNNN…auf jeden Fall mit Parmesanhobeln garnieren und mindestens 1 riesen Teller wegrandalieren!!!!

Ein bisschen Kalle zur Weihnachtszeit…

Moin,

morgen ist’s soweit und wir alle verfallen dem (Fr)esswahn. Fett Ente, Gans, Kartoffeln, Knödel, Rotkohl und dicker dicker Nachtisch. Klar, wer kann da schon widerstehen, aber ich muss sagen, auch wenn’s was für sich hat danach mit Fressnarkose auf dem Sofa zuliegen und gefühlt um 8 Uhr einzuschlafen, ist man doch oft 2 Tage danach noch fertig. Da habe ich mir geschworen, für die Tage zumindest vorzusorgen und einen Extra-Vorrat an Salatvariationen ranzuschaffen. Also mal ein paar meiner Bücher durchgeblättert und los ging’s. Der Jamie hat’s drauf, sodass ich mich für einen Salat aus seinem 15 Minuten Kochbuch entschied. Leicht abgewandelt natürlich.

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Den Salat nenne ich Kalle, denn gestern kam mir eine Erinnerung an einen ehemaligen (vielleicht auch immer noch) Kumpel, der den coolen Namen Kalle trägt. Kalles sind eigentlich immer coole, lässige Typen und kurzzeitig kam mit der Gedanke mein erstes Kind, was natürlich ein Junge, der surfen liebt, wird Kalle zu nennen. Passt perfekt zu einem im VW Bulli rumhängenden Typen, der den Mädels reihenweise den Kopf verdreht, aber im Herzen ein GUTER ist.

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Da diese Vorstellung in nächster Zeit nicht in die Tat umgesetzt wird und ich momentan meinen Blog wohl als mein „Baby“ bezeichnen kann, kann ich doch wohl auch meinem Essen Namen geben, oder? Ich finde die Formulierungen: Bulgur an Brokkoli, verfeinert mit Zitrone und Minze mit einem Hauch… blaaaa! einfach anstrengend und außerdem, wenn man nicht erkennt was drin ist, ist doch eh irgendwas falsch gelaufen. (Obwohl man hier den Bulgur wirklich schlecht erkennt, seh‘ ich ein).

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Kalle für 2 Personen:

1/2 Brokkoli

1 Bund Radieschen

2 Lauchzwiebeln

2 Stiele grob gehackte Minze

1 Hähnchenbrustfilet (ca. 200 g)

150 g Bulgur

Salz, Pfeffer

Olivenöl

2 EL roter Balsmaicoessig

1 Zitrone

Rohrzucker

Joghurt

Harissa (Würzpaste) oder Paprikapulver

Zubereitung:

Brokkoli in Röschen teilen, in Salzwasser ca. 3-4 Min. kochen (zugedeckt). 2 Pfannen mit Öl startklar (starke Hitze) machen. Hähnchen auf ein Backpapier legen, zuklappen und mit einem Nudelholz oder Topf/Pfanne flach klopfen (ca. 1,5 cm). Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver würzen und im heißen Öl ca. 3 Minuten pro Seite goldbraun braten. Inzwischen Brokkoli mit einer Schaumkelle aus dem Wasser holen und kurz abtropfen lassen, in der anderen Pfanne ca. 3-4 Min. braten. 1/2 Zitrone schälen und grob zerteilen. Bulgur mit Zitronenstücken im Brokkoliwasser ca. 7 Min. mit Deckel garen. Lauchzwiebeln und Radieschen in Scheiben schneiden. Hähnchen grob zerrupfen (am besten noch warm, dann lässt es sich besser zerteilen). Bulgur, Radieschen, Lauchzwiebeln, Minze  in einer Schüssel mischen. Mit Essig, Öl, Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer anmachen. Hähnchen und Brokkoli zugeben. Joghurt mit etwas Harissa mischen und Salat damit anrichten. Und reinhaun‘ !!!!

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Die Milch macht’s

Kindheitserinnerung gefällig – natürlich ein wenig aufgepimpt 😉

Milchreis ist nicht nur was für Kinder, nein, auch für uns „sogutwie“ Erwachsene ist es immer wieder eine Freude und ein Schmaus diesen körnigen Reis, schön schlotzig mit irgendeinem Topping zu sich zuführen. Alles ist möglich: der Klassiker, für mich kaum zu schlagen, Zimt und Zucker! Obst aller Art, eingekocht oder frisch aufgeschnitten! Milchreis aus dem Ofen mit Baiser gratiniert… und und und!

Ich muss sagen, ich hatte immer Probleme ihn nicht anbrennen zulassen. Ständig Rühren, Hitze reduzieren, wieder erhöhen, ohne Deckel, mit Deckel…. Wahhhhh! Aber nach jahrelanger Übung (vielleicht ist auch endlich ein vernünftiger Herd am Start) klappt es jetzt einwandfrei und das nur mit minimalem Aufwand.

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Perfekter Milchreis in 30 Minuten geht so:

125 g Milchreis
500 ml Milch
1 TL Zucker
TK-Beerenmischung nach Belieben
eine Handvoll Cornflakes
3 EL Zucker
1 EL Mandeln
1 EL Haselnüsse
1 TL Kakao
Zimt und Zucker nach Belieben
Zubereitung: 
Milch und Zucker aufkochen (nicht bis über den Rand, sondern nur so, dass sich die Milch schon leicht abhebt), Milchreis zugeben und 20 Minuten bei niedriger Hitze (max. Stufe 1 bei 3 Stufen) mit Deckel köcheln. Zwischendurch 1-2 mal umrühren. Anschließend vom Herd ziehen und 10 Minuten ohne Hitze quellen lassen. Beeren erwärmen und mit etwas Stärke (oder Vanillepuddingpulver) binden. Zucker in einer Pfanne karamellisieren. Mandeln und Haselnüsse grob hacken. Mit Cornflakes und Kakaopulver zum Karamell geben. Verrühren und auf ein Backpapier geben. Kurz abkühlen lassen. Alles zusammen anrichten und nach Belieben mit Zucker und Zimt garnieren.
Die Beeren bringen Säure, der Crunch und der Milchreis die Süße. Wer es lieber sehr süß mag, macht in die Beeren auch ein wenig Zucker mit zu. Den Crunch könnt ihr auch toll morgens im Müsli essen oder einfach mit Kuvertüre einkochen und kleine extrafeine Chococrossies machen.
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Und ja, da kommen Kindheitserinnerungen hoch. Und ich glaube ganz fest, dass das bei jedem, der Milchreis isst, so passiert. Oder?
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Lust auf…

Dank meines 6 monatigen Aufenthalts in der zünftigen Stadt München, hatte ich die Gelegenheit bei einer fantastischen Food-Zeitschrift ein Praktikum zu machen. Die besten Bilder, die besten Rezepte und ein klasse Team haben mich dazu gebracht, wirklich jeden Monat das Heft zukaufen : LUST AUF GENUSS. Ich kann es echt empfehlen, keine Schleichwerbung sondern pure Überzeugung! Probiert’s mal aus. Ich habe die panierten Birnenscheiben auf Wintersalat probiert. Waren ratz fatz weg und sau lecker. Erst dachte ich „Ob Birnen in Parmesankruste schmecken?!“. Aber ich und die restliche Kombo die zu Besuch war fanden es fabulös.

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Hier kommt alles zusammen was der Herbst/Winter zu bieten hat und macht sich auch toll als Vorspeise für beispielsweise die Festtage. Also Mutti mach dich auf was gefasst „dies Jahr koche ich“ 😛

Für 2 Personen:

2 reife Birnen

4 EL geriebener Parmesan

4-5 EL Paniermehl

4 EL Mehl

1 Ei

Zitronensaft

Öl zum „Frittieren“ (ca. 50 ml)

Salz, Pfeffer

1/2 Radicchio

75 g Spinatsalat oder Rucola

50 g gewürfelten Speck

eine Handvoll Walnüsse

3 EL Olivenöl

Schuss Weißwein oder 2 EL heller Balsamicoessig

1 EL Honig

Birnen schälen und in ca. 1-1,5 cm dicke Scheiben schneiden (ruhig mit Stiel). Paniermehl und Parmesan in einem Teller mischen. 2 weitere Teller mit Mehl und verquirltem Ei vorbereiten. Dann Birnen mit Zitronensaft beträufeln und nacheinander durch Mehl, Ei und Käse-Paniermehl ziehen. Panade gut andrücken. Öl in einer Pfanne erhitzen (darf fast rauchen) und Birnen darin ca. 2-3 Minuten goldbraun ausbacken. Salat kleinzupfen, auf 2 Teller verteilen. Walnüsse und Speck in einer Pfanne anbraten, mit Weißwein ablöschen. Honig und Öl zufügen und vom Herd nehmen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Vinaigrette über den Salat geben und Birnenscheiben darauf drapieren und ab in den Mund!

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Liebe Grüße an meine tollen, unvergesslichen Ex-Kollegen 😉

Tomaten sind mein Obst

Wie oft sag ich mir: „Man, iss doch nicht dauerhaft alles mit Tomaten“ Aber wenn es darum geht was neben Zitronen nicht im Einkaufwagen fehlen darf, dann sind’s Tomaten. Und ich pfeife drauf in welcher Form. Kirschtomaten, Dosentomaten, in Tuben gepresste Tomaten oder die nach Urlaub riechenden Strauchtomaten…Sie dürfen auf einem guten Burger, in Nudelsoßen oder auf dem morgendlichen Brot nicht fehlen. So kam es, dass ich von der Arbeit kam und es schon gefühlt viel zu spät war noch n Aufriss am Herd zu starten. Mal ganz ehrlich? Gute Ernährung hin oder her…wer hat wirklich Bock sich abends noch um ein „vernünftiges“ Mahl zu kümmern. Also müssen manchmal einfach die einfachen Dinge reichen – und um so besser wenn sie dann auch noch das „Kopfeigene was koche/esse ich immer wieder“ um einen Punkt erweitern, weil’s sooo lecker war!

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Ich habe mich auch schonmal an einem selbstgemachten Fladenbrot versucht, aber leider ist die angestrebte Fluffigkeit nicht aufgetreten, trotz ca. 34 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zeit wäre unser eins schon bis… moment…Flensburg zu Fuß gegangen. höhö…Also Fluffigkeit…tja, die trat nicht auf und daher sorge ich eben dafür, dass sowas wie Aufbackbrötchen, für ein schnelles überbackenes Baguette, Brot und Fladenbrot oder Ciabatta im Vorratsraum auf seinen krossen Moment wartet. So kam es, dass ich mir ein Fladenbrot mit selbstgemachter Pestocreme und Tomaten machte. Nennen wir es mal Sizilianischer Knabbertraum (bissel zu hoch gegriffen, aber alle Frauen werden mir Recht geben im Leben macht Übertreibung anschaulich):

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Zutaten für 2 Personen:

1/2 Fladenbrot

250 g Tomaten (am besten Cherry…nicht Sherry!!!)

1 Bund Basilikum

100 g Crème fraîche

2 EL Pinienkerne (oder Mandeln)

30-50 ml Olivenöl

2 Knoblauchzehen

Parmesan nach Belieben (ca. 2 EL)

Meersalz, Pfeffer, Chili

1/2 TL Zucker

einige Spritzer Zitronensaft

1 TL Balsamicoessig

3-4 Thymianstiele 

Fladenbrot aufschneiden. Basilikumblätter mit Pinienkernen, Olivenöl, grob zerteiltem Knoblauch und Parmesan pürieren bis eine „pestoartige Konsistenz entsteht“ (ggf. noch etwas Olivenöl zugeben, toll auch: Chiliöl). Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken und gut unterrühren. Das Fladenbrot mit Crème fraîche bestreichen, salzen und pfeffern. Pesto schlierenartig darauf verteilen. Tomaten halbieren und mit der Schnittfläche nach oben darauf legen. Erneut würzen, mit 1/2 TL Zucker bestreuen und mit etwas Zitronensaft und Balsamicoessig beträufeln. Im Ofen bei 220° (Umluft) ca. 10 Min. kross backen. Nach der Hälfte der Zeit einige Thymianstiele auf die Tomaten legen. FETTIG! Ja fettig auch ein wenig, aber naja Fett ist Geschmacksträger und liest man sich neueste Studien (HEEEEIIDDEE!!!, müsst ihr nicht verstehn ;)) durch ist Fett ja auch verdammt gesund und viel viel besser als sein Ruf!!! Und Butter erst….

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So ich hoffe ihr haut ordentlich rein 😉