Ab in den Urlaub…

Grau, grauer, mega grau…so sieht’s draußen aus und was passiert mit meinem Gemüt: Totale Müdigkeit, Unlust und der große Wunsch nach Urlaub in der Sonne. Der Körper lechzt nach Licht und jeder kleine Sonnenstrahl fühlt sich wie eine lang vergessene Jugendliebe an 🙂 Tja, leider ist das manchmal gar nicht so leicht mit dem „Entfliehen“, wenn Urlaub aus arbeitstechnischen Gründen gerade nicht drin ist und die Kohle für andere „essentielle“ Dinge, wie ein Bulli für den Sommer gespart wird 😛

Aber das geniale: Wenn keine Strände und Schirme in Sichtweite sind, dann muss es eben etwas anderes geben, was einen mit Serotonin versorgt. Zum Glück bekommt man grünen Spargel und Tomaten das ganze Jahr, sodass ein kleiner Hauch von mediterraner Küche kein Problem ist und einen kostenlos direkt ans Mittelmeer entführt…zumindest fast. Also fix was eingekauft und Ofen und Pfanne angefeuert und schon erfüllten Düfte von frischen Kräutern, Olivenöl, angebratenem Knoblauch und spritzigem Zitronensaft die eigenen vier Wände. Und schon wird aus langweiligen Baguettescheiben ein geiler Crostini-Snack mit Suchtpotential!

Crostini mit Tomaten

Und so geht’s für 2 Personen:

Für die Tomaten-Crostini:

ca. 500 g Cherrystrauchtomaten
(verdammt geil sind auch die Roma-Strauchtomaten)
ca. 3–4 EL Olivenöl
1 Knoblauchknolle
Murray River Salz (alternativ: Meersalz)
Pfeffer
1/2 Baguettestange
Basilikum

Zubereitung:
Ofen auf ca. 240°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und Tomaten mit Strauch darauf geben. Mit 3 EL Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauchknolle quer aufschneiden, auf’s Blech geben und alles im heißen Ofen ca. 10 Minuten schmoren. Inzwischen Baguette schräg in Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl in einer heißen Pfanne von beiden Seiten rösten. Tomaten aus dem Ofen nehmen. Wer mag holt mit einem Messer den weich gewordenen Knoblauch aus seinen Wänden und schmiert noch etwas davon auf’s Brot. Anschließend Tomaten darauf verteilen und mit Basilikum garnieren.

Crostini mit grünem Spargel

Für die Spargel-Crostini:

2 EL Körnermischung (für Salat)
1 Bund grüner Spargel
2 EL Butter
1 TL Zucker
1 Bio-Zitrone
Meersalz
Pfeffer
Schnittlauch
1/2 Vollkornbaguette

Zubereitung:
In einer heißen Pfanne Körnermischung ca. 2 Minuten rösten, bis sie anfangen zu duften, anschließend herausnehmen. Das untere Drittel des Spargels grob schälen und die trockenen Enden entfernen. Anschließend in schräge Scheiben schneiden. Butter in der Pfanne erhitzen und Spargel darin braten. Mit Zucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen. Mit Salz, Pfeffer würzen und mit Schnittlauchröllchen verfeinern. Zitrone waschen, halbieren und Saft auspressen. Spargel mit ca. 2 EL Zitronensaft und Körnern mischen. Brot in Scheiben schneiden und in Olivenöl rösten. Baguette mit mariniertem Spargel servieren.

Und nu ab in den URLAUB und guten Appetit!

Werbeanzeigen

Butterflöckchen, Weißröckchen…

Wie mein guter Freund Max immer sagt: „Butterflöckchen müssen überall ran“. Und eins weiß ich nach den letzten 2 Jahren genau: ER HAT RECHT! Denn Butti macht alles soviel geiler, leckerer und einfach deliziös. Sei es die morgendliche Stulle mit feiner selbstgemachter Erdbeer-Rhabarber-Marmelade, als pure Butter mit ein wenig Murray River Salz als i-Tüpfelchen auf nem Rib-Eye-Steak oder als Zugabe zum lauwarmen Couscous…einfach mhhhhh….!!! Heute musste eine Kombi her, die würzigen Käse mit knusprigem und warmem Baguette und Steak vereint, gekrönt mit einem Petersiliensalz und Pilzen in Butter geschwenkt. Hier gilt: Kein Diät-Futter, sondern Genuss pur. Fett als Geschmacksträger ist halt doch das Beste! Oder was meint ihr?

Pilz_Crostini_Simone_Neufing-5022

So geht’s für 2 Personen:

Zutaten:
1/2 Steinofenbaguette
Olivenöl zum Bestreichen
4 Minutensteaks (Schwein)
4 EL Mayonnaise
1 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
100-140 g Tallegio-Käse (alternativ ein würziger Weichkäse, auch ich habe für heute leider keinen echten Tallegio bekommen, dabei wäre es damit noch soviel besser!!!)
1/2 Bund Petersilie (ca. 10 g)
Meersalz
200 g braune Champignons
30 g Butter

Zubereitung:
Backofen auf 220°C vorheizen. Baguette in Scheiben schneiden und mit etwas Olivenöl beträufeln. Steaks salzen und in heißem Öl von beiden Seiten ca. 30 Sekunden (je nach Dicke) braten. Champignons ggf. mit Krepppapier putzen und im Bratsatz der Steaks ca. 5 Minuten braten. Butter zugeben und Pilze darin schwenken. Mayonnaise mit Zitronensaft mischen, salzen und pfeffern. Petersilie waschen, trocken schütteln und sehr fein hacken. Anschließend mit Meersalz mischen und ggf. mörsern, damit es sich gut verbindet. Baguettscheiben mit Mayonnaise bestreichen, mit Steaks, Käse und Pilzen belegen. Anschließend im Ofen ca. 4-5 Minuten überbacken. Vorm Servieren mit Petersiliensalz bestreuen und etwas Olivenöl besträufeln.

Pilz-Crostini_IMG5012 (1 von 1)

Und nu weg damit!! Guten Appetit!

Das Petersiliensalz lässt sich auch toll auf Vorrat herstellen, dann einfach immer ein wenig auf die fertige Gemüsepfanne geben, oder ein schnödes Frischkäsebrot damit pimpen. Yummie 🙂 So, ich gehe jetzt auf die erneute Suche nach Taleggio…

Isch glaub‘ es hackt!

Hey,

heute ist es soweit und ich gestehe: Ich mag Hack! Sogar das rohe Mett auf einem frischen Brötchen mit ganz viel Zwiebel, Salz und Pfeffer bringt mich ins Schwärmen. Darum hatte ich mir beim Großeinkauf für die Woche überlegt, es sollte endlich mal wieder was mit Hack geben. Doch was, Bolognese, die wir alle, besonders mein Freund und ikke, so lieben. Eine Hackfleischpfanne mit Pilzen und Porree oder mal was noch nie ausprobiertes. Zugegeben Hackbällchenauflauf ist nicht im klassischen Sinne „Neu“, aber ich habe, zugegeben, noch nie selber eine Bechamel gemacht. Keine Ahnung warum…vielleicht , weil ich nicht so auf diese überbackenen Sachen stehe, es mir meist zu fettig ist oder schlicht weg keinen Bock drauf hatte. Mhhh…keinen Plan, kam halt nicht dazu.

Ich glaube immer noch, dass mir die Bällchen nicht ohne Grund in den Sinn kamen, denn als ich vor 2 Wochen auf einem Kochkurs war, haben wir mit der lieben Cathy Linsenbällchen gemacht. Und da habe ich sie erwischt bzw. ein bisschen gezwungen ein „Bällchengesicht“ für die Kamera zu machen…tja. Seitdem gehen mir Bällchen scheinbar nicht mehr aus dem Kopf.

Für dieses Festmahl braucht man zum Glück fast nur Bio-Hackfleisch und Parmesan zu kaufen, da man die anderen Dinge eigentlich meist im Schrank hat.

Hackbällchen soweit das Auge reicht 😛 Hackbällchenauflauf-2

So geht’s für eine ca. 25 x 25 cm große Auflaufform (von Depot) :

Für die Hackbällchen:

350 g Bio-Hackfleisch (gemischt)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Senf (Ich liebe den Heimatsenf von KOCHfabrik)
1 EL Zitronensaft
ca. 4-5 EL Paniermehl
1 Ei
Salz, Pfeffer
evtl. Chiliflocken
Pflanzenöl zum Anbraten

Für die Bechamel:

ca. 25 g Butter
ca. 25 g Mehl
ca. 250 ml Milch (je nachdem wie dick ihr sie haben wollt)
Salz, Pfeffer, Muskat

Für die Tomatensoße:

1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
ca. 800 g Dosentomaten
1 kleine Chilischote
1 EL Balsamicoessig
Salz, Pfeffer, Zucker


Hackbällchenauflauf mit Bechamel-2

Zubereitung:

Am besten als Erstes die Tomatensoße zubereiten, dann kann sie ein wenig vor sich hinköcheln und bekommt dieses unverwechselbare Aroma, was sie nur bekommt, wenn sie reduziert und am besten mind. 30 Minuten köchelt. (Es reichen aber auch 10-15 Minuten). 1 Knoblauchzehe hacken. In 2 EL Olivenöl anschwitzen, Tomatenmark zugeben und kurz rösten. Mit Dosentomaten ablöschen. Balsamcicoessig, Salz, Pfeffer, Zucker und gehackte Chili zugeben. Und auf mittlerer Stufe köcheln lassen.

Backofen (Ober/Unterhitze ca. 220°C) vorheizen.

Für die Bällchen…jaaa aus Hack!!!:
Knoblauch und Zwiebeln fein würfeln und mit den restlichen Zutaten für die Hackbällchenmasse vermischen. Am besten mit Händen zu einer homogenen Masse verkneten. Kräftig würzen und zu kleinen Bällchen (ca. golfballgroß) formen. Ca. 2 EL Pflanzenöl in der Pfanne erhitzen. Bällchen portionsweise (evtl. wieder etwas Öl nachgeben) rundherum ca. 3-4 Minuten braten und in die Auflaufform legen.

Sobald alle Bällchen gebraten sind die Bechamel ansetzen. Dafür Butter schmelzen, Mehl mit einem Schneebesen einrühren bis eine homogene Masse entsteht (ca. 30 Sek.) Dann mit warmer Milch aufgießen und kräftig rühren. Anschließend ca. 10 Minuten köcheln lassen und zwischendurch immer wieder kräftig rühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.

Bällchen in der Auflaufform mit Tomatensoße übergießen, Bechamel darüber verteilen und mit Parmesan bestreut im heißen Ofen ca. 20-25 Minuten backen. Bis sich eine schöne goldbraune Kruste gebildet hat. Ich habe den Auflauf die letzten 5 Minuten auf die höchste Schiene geschoben, so gab’s nochmal richtig Hitze von oben 🙂


Hackbällchenauflauf1-2

Natürlich dürfen die frischen Kräuter nicht fehlen, daher am besten mit ein bisschen Basilikum garnieren und dann reingehaun‘ !

Hackbällchenauflauf mit Bechamel und Basilikum-2Ich habe den Bällchenauflauf (wie schön es klingt :O) mit Baguette gegessen. Mein Freund am Abend mit Nudeln und am nächsten Tag gab es zusammen mit Rucola noch ein Sandwich damit. Einfach lecker!

Ein Starlet trifft Risotto

Wilder Knoblauch, Knoblauchkraut oder einfach Bärlauch springt einem jetzt überall mitten ins Auge. Ob beim Discountersupermarkt, beim Markthändler des Vertrauens oder auf der Speisekarte des Lieblingsrestaurants…Bärlauch ist um diese Zeit ein echter Star am Frühlingshimmel. Und ganz genauso sehe ich das auch! Der herrliche Geruch, der mich an meine Lieblingszutat (neben Zitronen:P) den Knoblauch erinnert und die feine Struktur, die ihn so vielfältig einsetzbar macht, machen ihn zum absoluten Favoriten.

Bärlauch_Simone_Neufing-5380

Dazu gibt’s Risotto, für mich immer noch ein herzhafter Milchreis, der gut abgeschmeckt und die perfekte Konsistenz erfordert, damit es mundet. Gute Gemüsebrühe, würziger Parmesan plus frische Zutaten sind Voraussetzung für ein gutes Risotto. Und dann ist alles erlaubt. Ich hatte noch ein paar Erbsen im Tiefkühlfach und frische Stangenbohnen zusammen mit dem Bärlauch gekauft. Es sollte also ein grünes Risotto werden. Taddaaa… da isses:

Bärlauchrisotto_Simone_Neufing-5111

Was ihr braucht (2P):

1 Knoblauchzehe

1 Schalotte

2 EL Rapsöl

200 g Risottoreis

1 guter Schluck Weißwein

ca. 700 ml Gemüsebrühe

Salz

1 Bund Bärlauch (ca. 50 g)

ca. 200 g Hähnchenbrustfilet

ca. 100-150 g Stangenbohnen

ca. 50 g Erbsen

Zitronensaft

ca. 30-40 g frisch geriebener Parmesan

Pfeffer

1 Handvoll Portulak

Tipp: ca. 100 g Cocktailtomaten für’s Auge und das i-Tüpfelchen

Bärlauchrisotto_Simone_Neufing-5139

Zubereitung:

Knoblauch und Schalotte fein würfeln. Beides in 1 El Öl kurz anschwitzen. Risottoreis zugeben, kurz anbraten (bis er leicht am Boden anpappt), dann mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen. Sobald die Flüssigkeit aufgesogen ist, eine Kelle heiße Gemüsebrühe zugeben. Dieses immer wiederholen, sobald der Reis kaum noch mit Flüssigkeit bedeckt ist. Der Reis ist nach ca. 20 Minuten fertig (im Inneren soll er noch leicht bissfest sein).

Inzwischen Hähnchenbrust abspülen, trocken tupfen und mittig eine ca. 3-4 cm tiefe Tasche hineinschneiden. Bärlauch waschen, trocken schütteln und fein hacken (bzw. schneiden). Einen Teil des Bärlauchs in die Hähnchentaschen füllen. Mit einem Holzspieß (Zahnstocher) quer verschließen. Anschließend Hähnchen salzen und in heißem Öl (ca. 1 EL) ca. 8 Minuten rundherum goldbraun braten.

Stangenbohnen waschen und in kochendem Salzwasser ca. 8 Minuten kochen. Kurz vor Ende der Garzeit die TK-Erbsen zugeben. Anschließend beides abgießen.

Parmesan zum Reis geben, unterheben uns kräftig mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Den restlichen Bärlauch unterheben und mit dem Gemüse anrichten. Hähnchenbrustfilet vom Spieß befreien, pfeffern und vorsichtig aufschneiden. Zum Risotto servieren. Portulak waschen und erst kurz vor dem Servieren auf dem Risotto drapieren, sonst wird er schlapp und warm. Das mag keiner 🙂

Wer möchte, schmeißt noch eine Handvoll Cocktailtomaten in den Bratsatz des Hähnchens. Kurz anbraten, würzen und anschließend auf dem Risotto drapieren. Gibt eine herrlich fruchtige Note und die Farben sind natürlich auch der Knaller!

Und nu: Reingehaun‘!

Was Norderney und Spargel gemein haben?!

Diese Woche war es mal Zeit zum Durchatmen! Daher habe ich meinen Koffer gepackt und meinen besten Kumpel auf seiner Insel besucht. Nein, nicht seine eigene, das wäre ja auch zu schön, nee, auf Norderney. Ein kleiner Syltverschnitt, aber mir egal! Wenn etwas nur von Meer umgeben ist, ist es sowieso schon das beste auf Erden! So kam ich also voller Erwartungen mit der Fähre von Norddeich rüber, und wurde mit einem „Jever“ am Fähranleger mit einem riesen Grinsen, von einem leicht zugewachsenen Benni, erwartet. Der Knaller! Denn wer mich kennt, weiß, das meine Welt mit einem Bier, Meer und Sonne einfach vollkommen ist! Ich freue mich schon im Januar darauf, im Sommer wieder zum Kitesurfworldcup nach Sankt Peter Ording zu fahren und Meeresluft zu schnuppern. Ich selbst kite nicht, aber mir reicht „gucken“und atmen. Mit dem Auto auf den extrem breiten Strand fahren, Tür auf, Campingstuhl ausklappen, Bier auf und hinfletzen und einfach nur genießen! Kein Gefühl bisher kann das toppen! Aber was hat das mit Spargel zu tun… tja eigentlich absolut gar nix! Klar gibts auch hier auf der Insel Spargel, aber mal ehrlich, hier hab ich definitiv keine Lust Fotoshootings abzuhalten. Da bin ich eigen, ich brauch meinen bekannten Kram….spontan und improvisieren ist schön und gut, aber neee… kein Bock auf Aufwand. Ich habe Urlaub!!! Da kam es mir zugute, dass ich vor 1 Woche einiges geshootet habe, sodass ich mal vorplanen konnte. Sodass ich jetzt in der „Milchbar“ mitten an der Strandpromenade sitze, auf’s Meer gucke und hoffe das die Wolken langsam mal verschwinden…und diesen Spargeleintrag verfasse. Flammkuchen mit grünem Spargel_6859 (1 von 1) Sobald die Saison eröffnet ist, gibt’s gefühlte 4 mal die Woche Spargel: zu Pasta, als marinierte Stückchen auf lecker Brot, zum Snacken mit Zitronenmayonnaise, oder so wie hier auf nem knusprigem Teig. Auch wenn es den grünen Spargel nicht nur jetzt gibt, nehme ich ihn lieber als den weißen. Er enthält wesentlich mehr Vitamin C, weil er über der Erde wächst und muss nicht komplett geschält werden. Die unteren Enden schäle ich jedoch auch vom grünen Vertreter, denn sonst ziehen sich dort immer Fäden beim essen – das stört! Spargel_6750 (1 von 1) Und was haben Spargel und Norderney nun gemeinsam? Absolut gar nichts, außer das beide wunderschön sind! Oder was meint ihr? Ich finde grünen Spargel, mit den leicht lila-farbenen Spitzen ist ein wirklich fotogenes Modell. In jeglicher Variation. Und wer schon mal auf Norderney war, wird mit Recht geben, wenn die Aussicht in die direkte Konkurrenz mit dem sonst so alltäglichen Großstadtflair geht, dass es wirklich eine schöne Insel ist. Es ist zwar eine echt Touriinsel, aber mich hat sowas eh noch nie gestört. Es soll ja sogar Leute geben, die sich nur nicht an einen Strand legen, weil er zu voll ist, oder sich nicht bei Unilever auf die Treppenstufen setzen will, weil dort schon mehr als 4 Leute sitzen und man nur noch ca. 3 Meter Platz hätte. Klar, ich finde es auch schöner, wenn man eine derart schöne Aussicht, sei es auf die Elbe oder auf’s Meer nicht teilen muss und in völliger Ruhe genießen kann, aber was soll’s….Wenn man allein sein will, sollte man nicht in Hamburg wohnen! Oder? Naja genug der Laberei…jetzt kommt das herrliche Spargelrezept!!!  😛

So geht’s für 2 Flammkuchen:

Für den Teig: 250 g Mehl (Type 405) 125 ml Wasser 2-3 EL Olivenöl 1 gute Prise Salz Alles erst mit einem Löffel mischen und dann mit den Händen zu einem Teig verkneten (ca. 5 Minuten). Teig immer mal wieder leicht auseinanderziehen.

DER TEIG MUSS NICHT RUHEN!!!

Flammkuchen mit grünem Spargel_6799 (1 von 1)

Für den Belag:

150 g Crème fraîche
2-3 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe
gehackte Petersilie (TK oder frisch)
Salz, Pfeffer
1 rote Zwiebel
1 Bund Spargel (ca. 200-250 g)
2 EL Salatkörner

Zubereitung: Backofen auf 220° C vorheizen. Crème fraîche mit Zitronensaft, einer gepressten Knoblauchzehe, Petersilie glattrühren und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Zwiebel schälen und in sehr feine Ringe schneiden. Trockene Spargelenden entfernen und das untere Drittel schälen. Anschließend in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten vorgaren und gut abtropfen lassen. Teig halbieren und auf einer leicht bemehlten Fläche dünn ausrollen (wirklich dünn!!!). Mit Creme bestreichen und mit Zwiebeln belegen. Im Ofen ca. 10 Min. backen. Anschließend mit Spargel belegen und erneut 5-10 Min. im Ofen backen. Inzwischen Körner in einer beschichteten Pfanne rösten. Flammkuchen mit Körnern bestreut servieren und nochmal mit Salz, Pfeffer würzen. Tipp: Mit etwas Parmesan garnieren. Und jetzt: Reingehauen‘ !!!!!! 😉

Tomaten sind mein Obst

Wie oft sag ich mir: „Man, iss doch nicht dauerhaft alles mit Tomaten“ Aber wenn es darum geht was neben Zitronen nicht im Einkaufwagen fehlen darf, dann sind’s Tomaten. Und ich pfeife drauf in welcher Form. Kirschtomaten, Dosentomaten, in Tuben gepresste Tomaten oder die nach Urlaub riechenden Strauchtomaten…Sie dürfen auf einem guten Burger, in Nudelsoßen oder auf dem morgendlichen Brot nicht fehlen. So kam es, dass ich von der Arbeit kam und es schon gefühlt viel zu spät war noch n Aufriss am Herd zu starten. Mal ganz ehrlich? Gute Ernährung hin oder her…wer hat wirklich Bock sich abends noch um ein „vernünftiges“ Mahl zu kümmern. Also müssen manchmal einfach die einfachen Dinge reichen – und um so besser wenn sie dann auch noch das „Kopfeigene was koche/esse ich immer wieder“ um einen Punkt erweitern, weil’s sooo lecker war!

IMG_3344

Ich habe mich auch schonmal an einem selbstgemachten Fladenbrot versucht, aber leider ist die angestrebte Fluffigkeit nicht aufgetreten, trotz ca. 34 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zeit wäre unser eins schon bis… moment…Flensburg zu Fuß gegangen. höhö…Also Fluffigkeit…tja, die trat nicht auf und daher sorge ich eben dafür, dass sowas wie Aufbackbrötchen, für ein schnelles überbackenes Baguette, Brot und Fladenbrot oder Ciabatta im Vorratsraum auf seinen krossen Moment wartet. So kam es, dass ich mir ein Fladenbrot mit selbstgemachter Pestocreme und Tomaten machte. Nennen wir es mal Sizilianischer Knabbertraum (bissel zu hoch gegriffen, aber alle Frauen werden mir Recht geben im Leben macht Übertreibung anschaulich):

IMG_3359

Zutaten für 2 Personen:

1/2 Fladenbrot

250 g Tomaten (am besten Cherry…nicht Sherry!!!)

1 Bund Basilikum

100 g Crème fraîche

2 EL Pinienkerne (oder Mandeln)

30-50 ml Olivenöl

2 Knoblauchzehen

Parmesan nach Belieben (ca. 2 EL)

Meersalz, Pfeffer, Chili

1/2 TL Zucker

einige Spritzer Zitronensaft

1 TL Balsamicoessig

3-4 Thymianstiele 

Fladenbrot aufschneiden. Basilikumblätter mit Pinienkernen, Olivenöl, grob zerteiltem Knoblauch und Parmesan pürieren bis eine „pestoartige Konsistenz entsteht“ (ggf. noch etwas Olivenöl zugeben, toll auch: Chiliöl). Mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken und gut unterrühren. Das Fladenbrot mit Crème fraîche bestreichen, salzen und pfeffern. Pesto schlierenartig darauf verteilen. Tomaten halbieren und mit der Schnittfläche nach oben darauf legen. Erneut würzen, mit 1/2 TL Zucker bestreuen und mit etwas Zitronensaft und Balsamicoessig beträufeln. Im Ofen bei 220° (Umluft) ca. 10 Min. kross backen. Nach der Hälfte der Zeit einige Thymianstiele auf die Tomaten legen. FETTIG! Ja fettig auch ein wenig, aber naja Fett ist Geschmacksträger und liest man sich neueste Studien (HEEEEIIDDEE!!!, müsst ihr nicht verstehn ;)) durch ist Fett ja auch verdammt gesund und viel viel besser als sein Ruf!!! Und Butter erst….

IMG_3395

So ich hoffe ihr haut ordentlich rein 😉