Ab in den Urlaub…

Grau, grauer, mega grau…so sieht’s draußen aus und was passiert mit meinem Gemüt: Totale Müdigkeit, Unlust und der große Wunsch nach Urlaub in der Sonne. Der Körper lechzt nach Licht und jeder kleine Sonnenstrahl fühlt sich wie eine lang vergessene Jugendliebe an 🙂 Tja, leider ist das manchmal gar nicht so leicht mit dem „Entfliehen“, wenn Urlaub aus arbeitstechnischen Gründen gerade nicht drin ist und die Kohle für andere „essentielle“ Dinge, wie ein Bulli für den Sommer gespart wird 😛

Aber das geniale: Wenn keine Strände und Schirme in Sichtweite sind, dann muss es eben etwas anderes geben, was einen mit Serotonin versorgt. Zum Glück bekommt man grünen Spargel und Tomaten das ganze Jahr, sodass ein kleiner Hauch von mediterraner Küche kein Problem ist und einen kostenlos direkt ans Mittelmeer entführt…zumindest fast. Also fix was eingekauft und Ofen und Pfanne angefeuert und schon erfüllten Düfte von frischen Kräutern, Olivenöl, angebratenem Knoblauch und spritzigem Zitronensaft die eigenen vier Wände. Und schon wird aus langweiligen Baguettescheiben ein geiler Crostini-Snack mit Suchtpotential!

Crostini mit Tomaten

Und so geht’s für 2 Personen:

Für die Tomaten-Crostini:

ca. 500 g Cherrystrauchtomaten
(verdammt geil sind auch die Roma-Strauchtomaten)
ca. 3–4 EL Olivenöl
1 Knoblauchknolle
Murray River Salz (alternativ: Meersalz)
Pfeffer
1/2 Baguettestange
Basilikum

Zubereitung:
Ofen auf ca. 240°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und Tomaten mit Strauch darauf geben. Mit 3 EL Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauchknolle quer aufschneiden, auf’s Blech geben und alles im heißen Ofen ca. 10 Minuten schmoren. Inzwischen Baguette schräg in Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl in einer heißen Pfanne von beiden Seiten rösten. Tomaten aus dem Ofen nehmen. Wer mag holt mit einem Messer den weich gewordenen Knoblauch aus seinen Wänden und schmiert noch etwas davon auf’s Brot. Anschließend Tomaten darauf verteilen und mit Basilikum garnieren.

Crostini mit grünem Spargel

Für die Spargel-Crostini:

2 EL Körnermischung (für Salat)
1 Bund grüner Spargel
2 EL Butter
1 TL Zucker
1 Bio-Zitrone
Meersalz
Pfeffer
Schnittlauch
1/2 Vollkornbaguette

Zubereitung:
In einer heißen Pfanne Körnermischung ca. 2 Minuten rösten, bis sie anfangen zu duften, anschließend herausnehmen. Das untere Drittel des Spargels grob schälen und die trockenen Enden entfernen. Anschließend in schräge Scheiben schneiden. Butter in der Pfanne erhitzen und Spargel darin braten. Mit Zucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen. Mit Salz, Pfeffer würzen und mit Schnittlauchröllchen verfeinern. Zitrone waschen, halbieren und Saft auspressen. Spargel mit ca. 2 EL Zitronensaft und Körnern mischen. Brot in Scheiben schneiden und in Olivenöl rösten. Baguette mit mariniertem Spargel servieren.

Und nu ab in den URLAUB und guten Appetit!

Butterflöckchen, Weißröckchen…

Wie mein guter Freund Max immer sagt: „Butterflöckchen müssen überall ran“. Und eins weiß ich nach den letzten 2 Jahren genau: ER HAT RECHT! Denn Butti macht alles soviel geiler, leckerer und einfach deliziös. Sei es die morgendliche Stulle mit feiner selbstgemachter Erdbeer-Rhabarber-Marmelade, als pure Butter mit ein wenig Murray River Salz als i-Tüpfelchen auf nem Rib-Eye-Steak oder als Zugabe zum lauwarmen Couscous…einfach mhhhhh….!!! Heute musste eine Kombi her, die würzigen Käse mit knusprigem und warmem Baguette und Steak vereint, gekrönt mit einem Petersiliensalz und Pilzen in Butter geschwenkt. Hier gilt: Kein Diät-Futter, sondern Genuss pur. Fett als Geschmacksträger ist halt doch das Beste! Oder was meint ihr?

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So geht’s für 2 Personen:

Zutaten:
1/2 Steinofenbaguette
Olivenöl zum Bestreichen
4 Minutensteaks (Schwein)
4 EL Mayonnaise
1 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
100-140 g Tallegio-Käse (alternativ ein würziger Weichkäse, auch ich habe für heute leider keinen echten Tallegio bekommen, dabei wäre es damit noch soviel besser!!!)
1/2 Bund Petersilie (ca. 10 g)
Meersalz
200 g braune Champignons
30 g Butter

Zubereitung:
Backofen auf 220°C vorheizen. Baguette in Scheiben schneiden und mit etwas Olivenöl beträufeln. Steaks salzen und in heißem Öl von beiden Seiten ca. 30 Sekunden (je nach Dicke) braten. Champignons ggf. mit Krepppapier putzen und im Bratsatz der Steaks ca. 5 Minuten braten. Butter zugeben und Pilze darin schwenken. Mayonnaise mit Zitronensaft mischen, salzen und pfeffern. Petersilie waschen, trocken schütteln und sehr fein hacken. Anschließend mit Meersalz mischen und ggf. mörsern, damit es sich gut verbindet. Baguettscheiben mit Mayonnaise bestreichen, mit Steaks, Käse und Pilzen belegen. Anschließend im Ofen ca. 4-5 Minuten überbacken. Vorm Servieren mit Petersiliensalz bestreuen und etwas Olivenöl besträufeln.

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Und nu weg damit!! Guten Appetit!

Das Petersiliensalz lässt sich auch toll auf Vorrat herstellen, dann einfach immer ein wenig auf die fertige Gemüsepfanne geben, oder ein schnödes Frischkäsebrot damit pimpen. Yummie 🙂 So, ich gehe jetzt auf die erneute Suche nach Taleggio…

Was Norderney und Spargel gemein haben?!

Diese Woche war es mal Zeit zum Durchatmen! Daher habe ich meinen Koffer gepackt und meinen besten Kumpel auf seiner Insel besucht. Nein, nicht seine eigene, das wäre ja auch zu schön, nee, auf Norderney. Ein kleiner Syltverschnitt, aber mir egal! Wenn etwas nur von Meer umgeben ist, ist es sowieso schon das beste auf Erden! So kam ich also voller Erwartungen mit der Fähre von Norddeich rüber, und wurde mit einem „Jever“ am Fähranleger mit einem riesen Grinsen, von einem leicht zugewachsenen Benni, erwartet. Der Knaller! Denn wer mich kennt, weiß, das meine Welt mit einem Bier, Meer und Sonne einfach vollkommen ist! Ich freue mich schon im Januar darauf, im Sommer wieder zum Kitesurfworldcup nach Sankt Peter Ording zu fahren und Meeresluft zu schnuppern. Ich selbst kite nicht, aber mir reicht „gucken“und atmen. Mit dem Auto auf den extrem breiten Strand fahren, Tür auf, Campingstuhl ausklappen, Bier auf und hinfletzen und einfach nur genießen! Kein Gefühl bisher kann das toppen! Aber was hat das mit Spargel zu tun… tja eigentlich absolut gar nix! Klar gibts auch hier auf der Insel Spargel, aber mal ehrlich, hier hab ich definitiv keine Lust Fotoshootings abzuhalten. Da bin ich eigen, ich brauch meinen bekannten Kram….spontan und improvisieren ist schön und gut, aber neee… kein Bock auf Aufwand. Ich habe Urlaub!!! Da kam es mir zugute, dass ich vor 1 Woche einiges geshootet habe, sodass ich mal vorplanen konnte. Sodass ich jetzt in der „Milchbar“ mitten an der Strandpromenade sitze, auf’s Meer gucke und hoffe das die Wolken langsam mal verschwinden…und diesen Spargeleintrag verfasse. Flammkuchen mit grünem Spargel_6859 (1 von 1) Sobald die Saison eröffnet ist, gibt’s gefühlte 4 mal die Woche Spargel: zu Pasta, als marinierte Stückchen auf lecker Brot, zum Snacken mit Zitronenmayonnaise, oder so wie hier auf nem knusprigem Teig. Auch wenn es den grünen Spargel nicht nur jetzt gibt, nehme ich ihn lieber als den weißen. Er enthält wesentlich mehr Vitamin C, weil er über der Erde wächst und muss nicht komplett geschält werden. Die unteren Enden schäle ich jedoch auch vom grünen Vertreter, denn sonst ziehen sich dort immer Fäden beim essen – das stört! Spargel_6750 (1 von 1) Und was haben Spargel und Norderney nun gemeinsam? Absolut gar nichts, außer das beide wunderschön sind! Oder was meint ihr? Ich finde grünen Spargel, mit den leicht lila-farbenen Spitzen ist ein wirklich fotogenes Modell. In jeglicher Variation. Und wer schon mal auf Norderney war, wird mit Recht geben, wenn die Aussicht in die direkte Konkurrenz mit dem sonst so alltäglichen Großstadtflair geht, dass es wirklich eine schöne Insel ist. Es ist zwar eine echt Touriinsel, aber mich hat sowas eh noch nie gestört. Es soll ja sogar Leute geben, die sich nur nicht an einen Strand legen, weil er zu voll ist, oder sich nicht bei Unilever auf die Treppenstufen setzen will, weil dort schon mehr als 4 Leute sitzen und man nur noch ca. 3 Meter Platz hätte. Klar, ich finde es auch schöner, wenn man eine derart schöne Aussicht, sei es auf die Elbe oder auf’s Meer nicht teilen muss und in völliger Ruhe genießen kann, aber was soll’s….Wenn man allein sein will, sollte man nicht in Hamburg wohnen! Oder? Naja genug der Laberei…jetzt kommt das herrliche Spargelrezept!!!  😛

So geht’s für 2 Flammkuchen:

Für den Teig: 250 g Mehl (Type 405) 125 ml Wasser 2-3 EL Olivenöl 1 gute Prise Salz Alles erst mit einem Löffel mischen und dann mit den Händen zu einem Teig verkneten (ca. 5 Minuten). Teig immer mal wieder leicht auseinanderziehen.

DER TEIG MUSS NICHT RUHEN!!!

Flammkuchen mit grünem Spargel_6799 (1 von 1)

Für den Belag:

150 g Crème fraîche
2-3 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe
gehackte Petersilie (TK oder frisch)
Salz, Pfeffer
1 rote Zwiebel
1 Bund Spargel (ca. 200-250 g)
2 EL Salatkörner

Zubereitung: Backofen auf 220° C vorheizen. Crème fraîche mit Zitronensaft, einer gepressten Knoblauchzehe, Petersilie glattrühren und mit Salz, Pfeffer abschmecken. Zwiebel schälen und in sehr feine Ringe schneiden. Trockene Spargelenden entfernen und das untere Drittel schälen. Anschließend in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten vorgaren und gut abtropfen lassen. Teig halbieren und auf einer leicht bemehlten Fläche dünn ausrollen (wirklich dünn!!!). Mit Creme bestreichen und mit Zwiebeln belegen. Im Ofen ca. 10 Min. backen. Anschließend mit Spargel belegen und erneut 5-10 Min. im Ofen backen. Inzwischen Körner in einer beschichteten Pfanne rösten. Flammkuchen mit Körnern bestreut servieren und nochmal mit Salz, Pfeffer würzen. Tipp: Mit etwas Parmesan garnieren. Und jetzt: Reingehauen‘ !!!!!! 😉

Für die Seele und alles andere: Nudeln!

Würde es nicht sowas wie die Wissenschaft geben, die alles unerdenkliche prüft und beweist, würden wir einfach immer noch rätseln warum um Gotteswillen wir Nudeln so heftig lieben. Sie machen glücklich, zufrieden, total satt bis zur absoluten Fressnarkose und sind soooooo vielfältig. Ach jaaa, ich könnte jeden Tag ein Loblied auf sie singen, aber dann würde mein Low Carb Konto keine Lobeshymnen mehr auf mich singen. Dann nimmt der, von mir verhasste, Kosename „Specky Becky“ noch wahre Züge an. Nein, nein… in Maßen sind Nudeln ja auch o.k. Dafür dann eben an dem Tag keine Tafel Schoki hinterher (sondern nur mini-Mars, die fallen nicht so ins Gewicht). Jetzt erkenne ich endlich den Sinn hinter einem Essenstagebuch…man sieht beim Aufschreiben, wieviel man in sich reingestopft hat. Immer diese Erkenntnis…wird völlig überschätzt!

 

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Um nun vollends happy zu werden, schnappte ich mir die noch übrigen Tomaten und packte sie auf ein Blech, kurz mit Balsamicoessig beträufelt, mit Zucker bestreut, mit Meersalz und Pfeffer gewürzt – und schwupps ab in den Ofen (240°C, obere Schiene) für ca. 10 Minuten, bis sie so leicht aufgeplatzt sind, der Balsamicoessig schon erstarrt vor Hitze und die Sträuche schon leicht verkohlt. Der Wahnsinn!!!

Dazu eine Handvoll Spaghetti, al dente natürlich (also keinesfalls länger als 7 Minuten) gekocht und 1 Hähnchenbrustfilet gebraten. Der Clou: Keine heftig, fettige Soße sondern einfach nur hauchdünne Knoblauchscheiben, die man am liebsten so wegsnacken wollen würde, Chili, nicht zu knapp und bestes Olivenöl. Jaaa….kurz um: aglio olio!!! I know! But… so klingst nach mehr und nicht nach dem billigsten Gericht auf der Karte, bei dem ein Restaurant die absolut höchste Rendite einfährt!

Bei mir heißen sie: Spaghetti in Knoblauchöl mit Balsamico-Tomaten (und Hähn’schen)

 

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von oben und von vorne… NUDELN

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So geht’s für 2:

300-400 g Strauchtomaten

2 TL Balsamicoessig

6-7 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer, Zucker

150-200 g Hähnchenbrust

1 EL Rapsöl

250 g Spaghetti

3 Knoblauchzehen

1 getrocknete Chilischote

Basilikumstreifen zum Garnieren

 

Zubereitung:

Ofen auf 240° C vorheizen.

Tomaten waschen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Mit Balsamicoessig, 1 EL Olivenöl, Meersalz, Pfeffer und etwas Zucker würzen. Im heißen Ofen ca. 10 Minuten backen.

Hähnchenbrust salzen und pfeffern. In 1 EL Öl ca. 8 Minuten rundherum (in eine großen Pfanne) anbraten und herausnehmen.

Nudeln nach Packungsanweisung al dente garen. Etwas Nudelwasser auffangen. Knoblauch schälen und in sehr feine Scheiben schneiden. 3 EL Olivenöl in die Pfanne geben und Knoblauch und getrocknete Chilischote (leicht zerbröselt) im Öl anschwitzen.

Nudeln zugeben und alles schwenken. Nudelwasser und restliches Öl unterheben, kräftig mit Salz, Pfeffer würzen und köcheln/braten.

Alles zusammen anrichten und mit Basilikum bestreuen. (Den Strauch der Tomaten besser entfernen, sieht zwar auf’m Foto schön aus, schmeckt aber beschis…!)

 

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Und dann heißt es: Ganz schnell wegputzen, sonst droht die Smybiose aus Öl/Nudelwasser/Knoblauchsaft und leicht geschmolzenen Tomaten dahin zu sein.

Wenn ihr Nudeln auch so liebt wie ich, dann teilt diesen Beitrag 😛

 

 

 

Bitte Platz nehmen…Herr Suppenkasper!

Auch wenn heute wirklich gutes Wetter war, kam ich heute nicht in Gang. Irgendwie zu kurz geschlafen, unruhig, Kopfschmerzen…also irgendwie nicht mein Tag. Kennt ihr sicher auch, wenn man sich am liebsten den ganzen Tag im Bett verstecken will, Filme gucken und Fanta trinken 🙂 Und abends dann den Pizzadienst kommen lässt. Aber wenn so gutes Wetter ist, hat man ein kleines Männchen im Kopf, was die ganze Zeit hämmert und sagt: Boaahhh, du kannst nicht den ganzen Tag drin hocken! Und schon fängt die Diskussion an: Kann ich wohl, wo is das Problem?! Mhh, tja wo ist es denn…man könnte bummeln gehen, sich vor ein Kaffee in die Leihdecke mummeln und Leute gucken, man könnte sich die Camera schnappen und das Licht draußen nutzen, man könnte Leute treffen und sich freuen, dass man in Hamburg am Wasser lebt. Und was ist mein einziger Wunsch: Gammelklamotten an, die nichtvorhandene Badewanne vermissen und nix tun! Wie geht’s euch so Mitte Februar?

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Da ich allerdings gestern einkaufen war, musste heute auf jeden Fall noch eine Kochaktion her. Der Entschluss war schnell gefasst: Es gibt Suppe! Denn, wenn man keine Lust auf großen Aufwand hat und trotzdem etwas was die Seele erwärmt haben möchte, dann muss es ein Süppchen sein! Also hier ist meine „Röst-Paprika-Kapern-Suppe“. Toll mit ner Scheibe Baguette oder am nächsten Tag zu ner Handvoll Nudeln.

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Ich habe die Suppe auch schonmal mit frischen Paprikaschoten aus dem Ofen probiert, aber muss leider zugeben, dass die vorgerösteten Tomatenpaprika aus dem Glas einfach mehr Bums haben. Außerdem ist der saure Saft, in dem sie eingelegt sind, eine tolle Säure für die Suppe.

So geht’s:

2 Knoblauchzehen

1 Suppengemüse (Knollensellerie, Möhren, Poree)

Olivenöl

1/2 Glas Tomatenpaprika + 2-3 EL Saft

2 Dosentomaten

1 EL Kapern aus dem Glas

Salz, Pfeffer, Zucker

1/2 Becher Sahne o. Crème fraîche

Zubereitung:

Knoblauch fein hacken. Suppengemüse schälen und würfeln. Olivenöl im Topf erhitzen und Knoblauch darin anschwitzen. Gemüse zugeben und ca. 4 Minuten unter Rühren anbraten. Tomatenpaprika grob zerteilen und zusammen mit etwas Saft und Tomaten in den Topf geben. Aufkochen lassen, Kapern zugeben, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend alles pürieren, erneut abschmecken und nochmal ca. 10 Minuten köcheln. Ggf. noch etwas Brühe zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Sahne steif schlagen. Suppe mit Basilikum und einem Kleks Sahne garnieren.

oder mit dem Linsentopping:

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Topping:

100 g Belugalinsen (schwarze Linsen)

300 ml Wasser

1 Knoblauchzehe

Basilikum

Salz, Pfeffer, Chili

Olivenöl, Essig

Zubereitung:

Linsen nach Packungsanweisung zubereiten. Knoblauch fein hacken, Basilikum in Streifen schneiden. Getrocknete Chili fein hacken. Alles mit Linsen mischen, mit etwas Öl und Essig verfeinern und kräftig würzen. Anschließend Suppe mit ca. 1-2 EL garnieren und servieren.

IMG_3486Und nu Reingehaun‘ ! Lasst’s euch schmecken 😉

 

Brötchenhimmel…Danke Donna!!!

Der Titel ist Gesetz, denn dies wird eine Ode an Donna Hay. Wenn es um Essen, Styling, Kochbücher, neue innovative Ideen rund um den Koch- und Backhimmel geht, ist sie definitiv die Beste! Eine Frau, nein eine Ikone in der Kochbuchliteratur! Da ich das Styling ebenso liebe, und ich ja bekanntlich noch in den Kinderschuhen stecke, was Foodstyling angeht, ist sie ab jetzt meine Lehrerin. Heißt für mich: Buch her, auswählen und versuchen es ähnlich nachzustylen und zu kochen.

Zum Glück steht Frau Hay für schnelle, einfache, frische und sexy Küche 🙂 Also ging es los: Es sollte irgendwas Brotmäßiges zu nem Salat sein. Also fiel die Wahl auf: Thymian-Knoblauch-Brötchen mit Käse.

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Frischer Thymian, der den ganzen Raum erfüllt. Hartkäse der so würzig schmeckt, als wäre man direkt auf der Alm. Und Küstenkracher-Brötchen, die sowieso schon derbe lecker sind. Und die altbewerte beste geschmacksgebende Zutat der Welt: Butter!!! Jeder der mich kennt, weiß, dass ich eigentlich in alles was ich esse Knoblauch zugebe. Tja, aber mal ehrlich, erstens verhilft es dazu, den Geruch von anderen, Knoblauchessenden nicht mehr als unangenehm wahrzunehmen und zweitens schmeckt er einfach fantastisch. Ich finde es gibt nichts geileres als ein bisschen Öl erhitzen, Knoblauch leicht anschwitzen und den Geruch quasi zu inhalieren. Und ob man nun Tomaten, Fenchel, Fleisch oder Nudeln darin schwenkt – ist vollkommen lachs! Besonders beliebt ist die Zugabe von Knoblauch beim Fleisch anbraten oder marinieren. Scharf anbraten, etwas Butter in die Pfanne, 2 angedrückte Knoblauchzehen dazu und das Fleisch mit dem Butter-Knoblauchfett immer wieder leicht überschütten. So nimmt das Fleisch eine tolle Farbe an und schmeckt fabulös!

So ist es auch mit Brot. Eingestrichen mit selbstgemachtem Knoblauchöl, oder mit leckerer Aioli. Yammie! Diesmal sollte der Knoblauch aber in der Butter lande, zusammen mit 1 Schalotte, Tomatenmark und Murray River Salz von Pfeffersack und Söhne („ich liebe es“). Danke an Max, der mir dieses geniale Salz näher gebracht hat. Es reicht ein Hauch und jedes Essen glänzt mit einem natürlichen Geschmacksverstärker!

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So geht’s für 4 Brötchen:

4 kleine Brötchen
4 Scheiben Greyerzer
4-8 Stiele Thymian
Salz, Pfeffer
2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
1-2 TL Tomatenmark
ca. 100 g weiche Butter

Brötchen mit einem Brotmesser einschneiden, aber nicht bis ganz unten. Ofen auf 200° C vorheizen. Schalotte und Knoblauch fein würfeln. Beides mit Butter, Salz, Pfeffer, Tomatenmark vermischen. In die Brötchenritzen schmieren, Käse und Thymian ebenfalls hineingeben. Im Ofen ca. 10-12 Minuten backen, bis der Käse schon verlaufen ist. Thymian vorm Essen entfernen. Passt toll, zu einem Tomatensalat mir Rucola und Öl-Essig-Vinaigrette.

Und jetzt: Weg damit!

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Gebraten statt gepellt: Mein Kartoffelsalat

Man glaubt es kaum, aber heute war draußen mal kein richtiges Shiet-Wetter. Hieß also, ich werde Licht für’s Shooten haben. Also Loch in den Bauch gefreut und geschaut was von der Weihnachtsfeierei so übrig geblieben ist. Zum Glück haben wir den Lieferservice für uns entdeckt. Also kam REWE am Dienstag vor Weihnachten um 7:30 Uhr bei uns vorbei. Schrecklich…denn der Lieferzeitraum war von 7:30-13:30h. Und so optimistisch wie ich bin, sagte ich: Ach, da die aus Altona kommen wird’s wohl eher später-Ja, genau!! Pustekuchen, schön um 7:30 vom netten REWE-Mann ausm Bett geklingelt worden, völlig unvorbereitet ohne Trinkgeld und nur einem geöffneten Auge nahmen wir unseren riesen Einkauf entgegen. Und wie immer alles top! Nein, ich will hier keine Werbung machen, aber muss wirklich sagen, dass es eine super Alternative ist, sich frische, tolle Produkte nach Hause liefern zu lassen. Das einzig doofe, sind die Plastiktüten (ca. die hälfte sind Papiertüten und der Rest Plastik). Daran sollte Rewe wohl noch arbeiten.

Also, dank der Lieferung war noch einiges Brauchbares vorhanden. Sodass ich Lust auf Kartoffelsalat bekam. Kartoffeln haben immer was uriges und schmecken einfach zu fast allem. Und sie schmecken fast allen! Doch muss es immer der in Mayonnaise ertrinkende Pellkartoffelsalat sein, mit Wurst, sauren Gurken etc.??               Nööö!! Ich hatte Bock auf Feta und krosse Kartoffeln.

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Jetzt die Frage, wie style ich es. Ich hatte Bock auf was natürlich anmutendes, sodass ich mich für das Holz vonner Baustelle (pssscht…) entschied. Tolles verwittertes, stabiles, schweres Holz. Ein Traum diese Maserung (sagt man das so?). Die kleine Schüssel hat meine Mum mir geschenkt, sie ist ihr runtergefallen und dann wollte sie sie wegschmeißen- oh nein, bloß nicht! Schon hatte ich sie mir unter den Nagel gerissen. Ihr müsst nämlich wissen, dass ich dauerhaft auf der akribischen Suche nach „Schrott“ bin. Für mich wertvollstes altes Geschirr, Holz, alte Metallplatten oder sonstiges. Aber was erzähl ich, das sind wohl alle Food-Foto-Begeisterten. Neue Tischdecken, glatt polierte Tische wirken einfach nicht…

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Sollte man diesen Salat in einem kurzen Satz beschreiben, dann: Feuriger, süß-saurer Typ trifft feine Zwiebelnote und cremiger Umgebung.

Was ihr für Zwei braucht:

Ca. 400 g Kartoffeln

Salz, Pfeffer

7 EL Olivenöl

2 Knoblauchzehen

1 Lauchzwiebel

1/2 rote Zwiebel

Chiliflocken

2 TL Sesam

2 TL gemischte Körner

2 EL Rotweinessig

1 EL Zuckerrübensirup + 1 EL Honig

Zitronenabrieb und -saft

100 g Feta 

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Do it:

Kartoffeln schälen und in ca. 2 cm kleine Würfel schneiden. In Salzwasser ca. 10 Min. kochen. Knoblauch, Zwiebeln fein würfeln und Zitrone abreiben. Saft auspressen. Kartoffeln abgießen und abtropfen lassen. In einer Pfanne mit ca. 4 EL Öl auf mittlerer bis hoher Stufe ca. 8 Min. goldbraun braten. Nach der Hälfte der Zeit Zwiebeln, Knoblauch zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Chili würzen.

Sesam und Körner fettfrei in einer Pfanne anbraten, bis sie anfangen zu duften. Honig und Sirup zugeben. Mit ca.
3 EL Zitronensaft und Essig ablöschen. Kurz aufkochen und vom Herd ziehen. Mit Salz, Pfeffer würzen und evtl mit etwas Zucker abschmecken. Kartoffeln mit Dressing vorsichtig mischen, Feta zerbröseln und darüberstreuen.

Toll schmeckt der Salat auch, wenn ihr etwas Rucola unterhebt und mit etwas süßem Senf verfeinern. Yammi!!!

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Wer es ein bisschen abwechslungsreich will, macht den Salat einfach mit einer Mischung aus Süß- und normalen Kartoffeln.

Und nu Reingehaun`!

Ich hasse Rosenkohl…

Tachchen,

ich weiß, es ist ein komischer Titel, aber es stimmt ich bin wirklich kein Fan von Rosenkohl – wenn es einen definierten Antifan geben würde dann wäre es eine kurze Beschreibung von mir 😛 Aber wie man uns allen wohl früh eingetrichtert hat, ist man ab und an gezwungen „zuvor“ gehasstes nochmal zu probieren – weil man sich sonst kein dauerhaftes Urteil bilden darf. Quatsch denke ich, denn Grünkohl rühre ich schon seit ich 5 bin nicht mehr an. Es ist widerlich, riecht komisch und die Kombi mit einer Art Mettenden ist einfach nix für mich. Das einzige was ich mit mache sind Grünkohl-Fahrten, aber auch nur, weil ich dann mit Grund einen Trinken kann. 😉 Aber was erzähl ich von Grünkohl es geht ja um den kleinen, feinen Rosenkohl.

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Also dank meiner Mutter die immer wieder sagte: „Ach probier doch mal, vielleicht schmeckt es dir ja?!“ Meist kam von mir nur die Antwort: „ich will meinen Ketchup“ – aber heute dachte ich mir ich begebe mich mal auf eine „Probier Abscheuliches Kulinarik“, und modifiziere es so, dass es dir schmeckt. Eine echte Herausforderung, aber bis heute gelungen. Also probiert doch mal! Und für alle die Rosenkohl lieben ist’s eh ein Genuss!

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Gebratener Rosenkohl-Salat mit Granatapfel

Für 2 Portionen braucht ihr:

1 Beutel Rosenkohl (ca. 500 g)

1 großen Granatapfel

1-2 EL Butter

Zitronensaft und etwas -abrieb

Salz, Pfeffer

1 TL Senf

2 EL Balsamicoessig

2 EL Olivenöl

1-2 TL brauner Zucker

2-3 Baconscheiben

evtl.Chiliflocken

Zubereitung

Rosenkohl ca. 5 Minuten in Salzwasser kochen. Granatapfelkerne aus der Schale holen (am besten mit einem Löffelrücken auf die Schale klopfen, dann geht’s ganz gut). Rosenkohl abgießen und gut abtropfen lassen. Butter in einer Pfanne erhitzen, Rosenkohl zerteilen und in die Butter geben, ca. 3-4 Min. anbraten, mit Zucker bestreuen, salzen, pfeffern und mit ca. 1 EL Zitronensaft ablöschen. Mit Granatapfelkernen in eine Schüssel geben, vermischen, mit Essig, Salz, Pfeffer, Zucker, Senf, Zitronenabrieb, Öl verfeinern. Pfanne auswischen und Bacon darin auslassen (evtl. auf Krepppapier abtropfen lassen), zerteilen. Salat anrichten, mit Baconstücken belegen und alles verputzen!!!

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Lust auf…

Dank meines 6 monatigen Aufenthalts in der zünftigen Stadt München, hatte ich die Gelegenheit bei einer fantastischen Food-Zeitschrift ein Praktikum zu machen. Die besten Bilder, die besten Rezepte und ein klasse Team haben mich dazu gebracht, wirklich jeden Monat das Heft zukaufen : LUST AUF GENUSS. Ich kann es echt empfehlen, keine Schleichwerbung sondern pure Überzeugung! Probiert’s mal aus. Ich habe die panierten Birnenscheiben auf Wintersalat probiert. Waren ratz fatz weg und sau lecker. Erst dachte ich „Ob Birnen in Parmesankruste schmecken?!“. Aber ich und die restliche Kombo die zu Besuch war fanden es fabulös.

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Hier kommt alles zusammen was der Herbst/Winter zu bieten hat und macht sich auch toll als Vorspeise für beispielsweise die Festtage. Also Mutti mach dich auf was gefasst „dies Jahr koche ich“ 😛

Für 2 Personen:

2 reife Birnen

4 EL geriebener Parmesan

4-5 EL Paniermehl

4 EL Mehl

1 Ei

Zitronensaft

Öl zum „Frittieren“ (ca. 50 ml)

Salz, Pfeffer

1/2 Radicchio

75 g Spinatsalat oder Rucola

50 g gewürfelten Speck

eine Handvoll Walnüsse

3 EL Olivenöl

Schuss Weißwein oder 2 EL heller Balsamicoessig

1 EL Honig

Birnen schälen und in ca. 1-1,5 cm dicke Scheiben schneiden (ruhig mit Stiel). Paniermehl und Parmesan in einem Teller mischen. 2 weitere Teller mit Mehl und verquirltem Ei vorbereiten. Dann Birnen mit Zitronensaft beträufeln und nacheinander durch Mehl, Ei und Käse-Paniermehl ziehen. Panade gut andrücken. Öl in einer Pfanne erhitzen (darf fast rauchen) und Birnen darin ca. 2-3 Minuten goldbraun ausbacken. Salat kleinzupfen, auf 2 Teller verteilen. Walnüsse und Speck in einer Pfanne anbraten, mit Weißwein ablöschen. Honig und Öl zufügen und vom Herd nehmen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Vinaigrette über den Salat geben und Birnenscheiben darauf drapieren und ab in den Mund!

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Liebe Grüße an meine tollen, unvergesslichen Ex-Kollegen 😉

BELLA ITALIA! Eine Ode an die besten Esser der Welt…

Praktisch so ein Freund, der einem ab und an einfach Bücher aus seinem eigenen Verlag mitbringt. Wenn es dann noch Kochbücher sind, freu ich mich doppelt- denn was ist schöner, als neue Inspiration zu schnuppern. So kam es, dass ich letzte Woche das etwas andere Kochbuch „Divertimento in Cucina“ an Land gezogen habe. Ein Buch komplett ohne Bilder, sondern nur illustriert und voller italienischer Geschichten von Oma, Mutti und der Lust am Essen. Der Großteil der Rezepte ist super simpel und typisch italienisch. Das Tolle: Mit dem zugehörigen EarBook (mit einem Code runterzuladen) zieht das totale südländische Feeling ein. Denn hier bekommt was auf die Ohren: klassische italienische Musik. Immer geht das auf keinen Fall, sonst dreh ich durch, aber für den heutigen Kochprozess, gerade mal 10 Minuten, hab ich mir gern die volle Dröhnung gegeben 😉

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Da heute Sonntag ist und keine Chance zum einkaufen entschied ich mich für Tagliatelle mit Zitronen-Parmesan-Sauce. Los ging’s: Mukke an, Nudeln ins Wasser geschmissen, Zitronenduft verbreitet und alles zusammengemischt. Yammi!!!

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Tagliatelle al limone

Zutaten für 2 Personen:

200 g Tagliatelle (al dente gegart)

Abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone

Saft von 1 unbehandelten Zitrone

Basilikum

30-40 g Parmesan

100 ml Olivenöl

Zitronenschale und -saft mit Parmesan in einer Schüssel mischen. Olivenöl unter Rühren zugießen und Mischung ruhen lassen. Nudeln in reichlich Salzwasser al dente garen, abgießen und etwas abkühlen lassen. Lauwarm mit der Parmesan-Zitronen-Mischung vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Basilikum würzen.

Und jetzt: Reingehaun‘ !

Schmeckt herrlich frisch, ein Hauch von Sommer und Nudeln sind sowieso das Geilste! Also Probiert doch mal, es dauert gerade mal 10 Minuten. Ein Extra-Kick durch ein paar Chiliflocken für alle die es gern scharf mögen.

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