Ab in den Urlaub…

Grau, grauer, mega grau…so sieht’s draußen aus und was passiert mit meinem Gemüt: Totale Müdigkeit, Unlust und der große Wunsch nach Urlaub in der Sonne. Der Körper lechzt nach Licht und jeder kleine Sonnenstrahl fühlt sich wie eine lang vergessene Jugendliebe an 🙂 Tja, leider ist das manchmal gar nicht so leicht mit dem „Entfliehen“, wenn Urlaub aus arbeitstechnischen Gründen gerade nicht drin ist und die Kohle für andere „essentielle“ Dinge, wie ein Bulli für den Sommer gespart wird 😛

Aber das geniale: Wenn keine Strände und Schirme in Sichtweite sind, dann muss es eben etwas anderes geben, was einen mit Serotonin versorgt. Zum Glück bekommt man grünen Spargel und Tomaten das ganze Jahr, sodass ein kleiner Hauch von mediterraner Küche kein Problem ist und einen kostenlos direkt ans Mittelmeer entführt…zumindest fast. Also fix was eingekauft und Ofen und Pfanne angefeuert und schon erfüllten Düfte von frischen Kräutern, Olivenöl, angebratenem Knoblauch und spritzigem Zitronensaft die eigenen vier Wände. Und schon wird aus langweiligen Baguettescheiben ein geiler Crostini-Snack mit Suchtpotential!

Crostini mit Tomaten

Und so geht’s für 2 Personen:

Für die Tomaten-Crostini:

ca. 500 g Cherrystrauchtomaten
(verdammt geil sind auch die Roma-Strauchtomaten)
ca. 3–4 EL Olivenöl
1 Knoblauchknolle
Murray River Salz (alternativ: Meersalz)
Pfeffer
1/2 Baguettestange
Basilikum

Zubereitung:
Ofen auf ca. 240°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und Tomaten mit Strauch darauf geben. Mit 3 EL Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauchknolle quer aufschneiden, auf’s Blech geben und alles im heißen Ofen ca. 10 Minuten schmoren. Inzwischen Baguette schräg in Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl in einer heißen Pfanne von beiden Seiten rösten. Tomaten aus dem Ofen nehmen. Wer mag holt mit einem Messer den weich gewordenen Knoblauch aus seinen Wänden und schmiert noch etwas davon auf’s Brot. Anschließend Tomaten darauf verteilen und mit Basilikum garnieren.

Crostini mit grünem Spargel

Für die Spargel-Crostini:

2 EL Körnermischung (für Salat)
1 Bund grüner Spargel
2 EL Butter
1 TL Zucker
1 Bio-Zitrone
Meersalz
Pfeffer
Schnittlauch
1/2 Vollkornbaguette

Zubereitung:
In einer heißen Pfanne Körnermischung ca. 2 Minuten rösten, bis sie anfangen zu duften, anschließend herausnehmen. Das untere Drittel des Spargels grob schälen und die trockenen Enden entfernen. Anschließend in schräge Scheiben schneiden. Butter in der Pfanne erhitzen und Spargel darin braten. Mit Zucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen. Mit Salz, Pfeffer würzen und mit Schnittlauchröllchen verfeinern. Zitrone waschen, halbieren und Saft auspressen. Spargel mit ca. 2 EL Zitronensaft und Körnern mischen. Brot in Scheiben schneiden und in Olivenöl rösten. Baguette mit mariniertem Spargel servieren.

Und nu ab in den URLAUB und guten Appetit!

Klein, rot, knackig und voll der Bringer – Radieschen!!!

Was steht heute auf’m Plan?

Nach dem tagelangen Schlemmen Zuhause, wird es Zeit für was Leichtes!! Denn am Wochenende hat Mutti wieder Vollgas gegeben und eins nach dem anderen aufgetischt. Und auch der Grieche, das fast einzige Highlight in meinem Heimatdorf der Grillplatten bis zum Umfallen auf der Karte hat, hat uns den Rest gegeben. Chronische Fressnarkose!!!

Auf jeden Fall war das Wochenende mal wieder von viel Fleischeslust geprägt, gut so, aber reicht dann jetzt auch erstmal wieder. Daher wird diese Woche nur noch vegetarisch gekocht, gebruzelt und genossen. Denn wie hörte ich letztens in einer Doku, wer seinen Fleischkonsum auf 350 g in der Woche beschränkt, verhindert bzw. verringert die Abrodung des Regenwaldes. Also Ziel für dieses Jahr: 350 g Fleisch die Woche, mehr nicht!!! Denn Fleisch frisst Land. Ist leider so, daher liebe Leute beschränkt euch ein wenig, legt dafür mehr Wert auf gute Qualität und tauscht einfach mal was aus. Denn ein Burger mit z.B. paniertem Camembert schmeckt ebenfalls göttlich 😉

Wer macht alles mit? 🙂

Hier also mein 1. Vorschlag für „weniger Fleisch“. Knackiger Fenchel, scharfes Radieschen und Haselnüsse mit Röstaroma.

3lemons_Fenchelsalat

 

3lemons_Fenchelsalat

 

Und wer glaubt, dass das Grüne vom Fenchel in den Müll gehört, liegt falsch. Es eignet sich perfekt als „Kräuterersatz“ und schmeckt genauso wie sein Eigentümer – nach Fenchel und ein bisschen nach Dill 🙂 Also perfekt für’s Pimpen von Salat. Da ich Fenchel roh nicht gern esse, brate ich ihn immer an. Hier auch, kurz in Öl geschwenkt, mit Honig beträufelt und gewürzt. Aber fangen wir vorne an:

Für 2 Leutz:

2 kleine Fenchelknollen (inkl. Grün)

3 EL Rapsöl

1 EL Honig

Salz, Pfeffer

1 Bund Radieschen

1-2 Handvoll Haselnüsse

1/2 Zitrone

Zucker

1 EL Weißweinessig

1 Handvoll Rucola

 

Zubereitung:

Fenchel halbieren und keilförmig entstrunken, trockene Enden entfernen, Grün beiseitelegen und Knolle in Scheiben schneiden. 1 EL Öl in der Pfanne erhitzen, Fenchel darin ca. 4 Minuten anbraten. Mit Honig beträufeln und kurz schwenken. Mit Salz, Pfeffer würzen. Haselnüsse grob hacken und in einer Pfanne rösten, bis sie anfangen zu duften. Rucola waschen und trocken schütteln. Radieschen waschen, das Grün entfernen und in Scheiben schneiden. Alles zusammen auf Teller anrichten. Fenchelgrün grob hacken und Salat damit bestreuen. Dressing aus ca. 2 EL Zitronensaft, 1 EL Weißweinessig anmischen. Anschließend 2 EL Rapsöl unterschlagen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker (oder Honig) abschmecken.

Dazu passen Knoblauch-Crostini.

 

3lemons_Fenchelsalat

 

3lemons_Fenchelsalat

 

 

Und ’nu Reingehaun‘ 🙂